Klötzer Kleinod blüht ab / Ortschef freut sich über großes Interesse

Letzte Gelegenheit für Orchideen-Fans

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Klötzes Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt freut sich, dass die mittlerweile gut erschlossene Orchideenwiese immer häufiger Ziel von Ausflüglern wird. So manchem Besucher konnte er dabei auch eine weiß blühende Rarität (kl. Foto) zeigen.

Klötze. Wer sich die Klötzer Orchideenwiese in der Moorwaldsenke hinterm Waldbad noch einmal in der Blütezeit des Breitblättrigen Knabenkrautes ansehen möchte, sollte sich sputen.

„Die Temperaturen waren sehr hoch – in wenigen Tagen sind auch die letzen Orchideen verblüht“, ist Klötzes Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt nach einem Rundgang überzeugt.

Der Ortschef kann derweil eine überaus zufriedene Bilanz über die vor zwei Jahren mit dem Bau eines Holzsteges begonnene Erschließung des Kleinods ziehen. Denn die Naturinteressierten, die sich die Feuchtwiese ansehen möchten, werden immer zahlreicher. „Erst am Wochenende kamen mir 27 Wanderer aus Beetzendorf und Köckte an der Wiese entgegen“, berichtet Schmidt, der den Ausflüglern spontan eine Privatführung gab. Neulich habe eine Frau aus Arendsee bei ihm angerufen und nachgefragt, ob sich ein Abstecher zu den Orchideen noch lohne. Und erst gestern Vormittag fragte eine Frau aus Zielitz bei Magdeburg in der Klötzer AZ-Redaktion nach, wo es zu den Orchideen geht.

„Und wer von außerhalb stammt, der kommt nicht nur zum Gucken, der trinkt in Klötze auch einen Kaffee“, macht Schmidt auf die positiven Nebeneffekte für das Gastgewerbe aufmerksam.

Mittlerweile sei mit einer Sitzgruppe neben dem Steg, großzügigen Hinweistafeln zu den Tieren und Pflanzen des Moores sowie dem vom Klötzer Imkerverein initiierten Bienenlehrpfad dafür gesorgt, dass der etwa 1,8 Kilometer lange Rundwanderweg um die Moorwaldsenke herum das gesamte Jahr über Naturfreunde nach Klötze lockt.

Für all diejenigen, die die in den vergangenen Wochen lilafarbende Orchideenwiese noch einmal in einer ganz anderen Pracht sehen möchten, empfiehlt der Ortsbürgermeister den Spätsommer. Denn in dieser Zeit bildet das auf der Wiese ebenfalls zahlreiche Wollgras seine typischen wattebauschähnlichen Blütenhüllfäden aus. „Dann ist hier alles weiß“, sagt Schmidt.

Von Matthias Mittank

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