Schreck in der Abendstunde in Weferlingen / Zum Glück wurde niemand verletzt

Leerstehendes Haus eingestürzt

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Die Trümmer des eingestürzten Hauses fielen nicht nur auf die Nachbargrundstücke, sondern auch auf den Gehweg und den öffentlichen Bereich vor dem Haus.

Weferlingen/Oebisfelde. Den Stadträten aus Weferlingen war das leerstehende Haus am Platz der Jugend in Weferlingen schon länger ein Dorn im Auge. Mehrfach sprachen sie an, was denn gegen das einsturzgefährdete Haus unternommen werden könnte.

Doch der Verwaltung sind die Hände gebunden, es konnten nur Sicherungsmaßnahmen in Form von Absperrbaken im öffentlichen Bereich aufgestellt werden.

In der Nacht zu gestern sind die Befürchtungen der Stadträte Wirklichkeit geworden: Das Haus ist eingestürzt.

Zum Glück wurde bei dem Zusammenfall niemand verletzt, informierte auch die Pressestelle der Polizei im Bördekreis. Die Polizei war von der Rettungsleitstelle des Landkreises Börde am Montagabend gegen 20.15 Uhr alarmiert worden. Anwohner hatten den Einsturz bei der Leitstelle gemeldet. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Weferlingen und Oebisfelde wurden gemeinsam alarmiert. Mit einer Wärmebildkamera und der Drehleiter wurde überprüft, ob sich in dem unbewohnten Haus Personen oder Tiere befinden. Das war aber nicht der Fall.

Zwei Nachbarn hatten am Abend in ihrem Garten gesessen und ungewöhnliche Geräusche gehört, berichtet Polizeisprecher Joachim Albrecht. Sie reagierten blitzschnell und brachten sich in Sicherheit. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei, stand das Gebäude seit etwa 25 Jahren leer. Bei dem Einsturz, bei dem die komplette obere Etage des Wohnhauses zusammengestürzt ist, fielen Teile des Hauses auf die Nachbargrundstücke, die Fahrbahn und gegen eine Straßenlaterne. Deshalb sei es reines Glück, so die Polizei, dass niemand verletzt wurde. Unmittelbar vor dem Gebäude befindet sich eine Bushaltestelle. Auch das war ein Grund, warum die Weferlinger Stadträte auf eine Sicherung des gefährdeten Gebäude gedrängt hatten.

Noch am Abend war eine Mitarbeiterin der Stadt vor Ort und veranlasste Sicherungsmaßnahmen. Auch der Energieversorger wurde informiert, weil eine Straßenlaterne durch herabfallende Teile beschädigt wurde. Der Strom wurde zur Sicherheit abgeschaltet. Was weiter mit den Trümmern geschieht, muss der Landkreis Börde im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht entscheiden.

Von Monika Schmidt

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