Gemeinsame Übung der Feuerwehren aus dem Einsatzbereich III auf dem Gelände der Landwirts GbR Jerchel

Landwirtschaftliche Halle in Flammen: Fünf Vermisste

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Alle Vermissten wurden gefunden und zur Sammelstelle für die Verletzten gebracht. Hier sah Andreas Kuschfeldt (l.) genau hin.

lam Jerchel. Eine große Halle auf dem Gelände der Landwirts GbR Jerchel steht komplett in Flammen. Fünf Personen werden vermisst.

Zum Glück handelt es sich bei diesem Szenario am Sonnabendnachmittag um eine Übung der Feuerwehren aus dem Einsatzbereich III, zu dem Jerchel, Jeseritz, Potzehne, Roxförde, Wannefeld und Letzlingen gehören. Sie werden um 14. 30 Uhr per Sirene alle gleichzeitig alarmiert.

Die ersten vor Ort waren die Jercheler mit dem kürzesten Anfahrtsweg. Gruppenführer Tobias Kampe übernahm zunächst die Leitung und wurde von GbR-Mitarbeiter Normen Kulow über die Ereignisse unterrichtet. Kurz darauf trafen die Potzehner und Jeseritzer Einsatzkräfte ein. Der Jeseritzer Zugführer Ralf Fuhlbrügge übernahm nun die Einsatzleitung und teilte, nachdem auch Roxförde, Wannefeld und Letzlingen vor Ort waren, jeder Wehr ihre Aufgaben zu.

Es wurden drei Einsatzabschnitte gebildet, wobei Jeseritz und Jerchel für die Menschenrettung und Brandbekämpfung vom großen Tor aus zuständig waren. Wannefeld und Roxförde kümmerten sich um die Brandbekämpfung an der Ostseite – inklusive der Herrichtung einer Wasserversorgung vom Feuerlöschteich auf dem Gelände aus – und richteten den Sammelpunkt für die Verletzten – dargestellt von Bastian Häusler aus Potzehne sowie von den Jeseritzern Jessy Hartmann, Albert Knake, Sophie Jahn und Lukas Hüls – ein. Potzehne und Letzlingen bekämpften den Brand an der Westseite des Gebäudes mittels ihrer Löschfahrzeuge, wobei die Letzlinger gegen 15 Uhr zu einem realen Einsatz gerufen wurde, und zwar zu einem Unfall auf der B 71 (siehe Seite 1).

Mit den drei Einsatzbereichen wurden auch drei Funkverkehrskreise eingerichtet, so dass jede Sprechgruppe mit dem Einsatzleiter reden konnte, ohne warten zu müssen. Allerdings ließ die Kommunikation an sich zum Teil zu wünschen übrig, wie Olaf Wendorff im Nachgang erklärte: „Das muss unbedingt verbessert werden.“ Der Jeseritzer Wehrleiter war Übungsleiter und beobachtete die Einsatzkräfte gemeinsam mit den Ortswehrleitern Sven Grothe (Solpke) und Andreas Kuschfeldt (Jävenitz) genau in ihrem Tun. Sie konnten in einer ersten groben Auswertung der Übung, die sehr ruhig abgelaufen war, ein positives Fazit ziehen, auch wenn es an manchen Stellen etwas haperte. So dauerte die Menschenrettung ein wenig lange. Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte habe aber funktioniert, was mit Blick auf eventuelle gemeinsame Einsätze wichtig sei.

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