Landesregierung soll zum Erdgasfeld Kunrau Stellung beziehen

Erlaubnis zurücknehmen

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Christfried Lenz von der BI „Kein CO2 in der Altmark“ hat Grünen-Abgeordnete Dorothea Frederking eingeschaltet, die beim Land zum Erdgaserlaubnisfeld Kunrau nachhaken soll.

mm Kunrau/Wenze/Magdeburg. Dass die betroffenen Gemeinden bei der Erteilung der Aufsuchungserlaubnis für das Erdgasfeld Kunrau nicht beteiligt worden sind, empört nicht nur die Einwohner der umliegenden Orte und die Mitglieder der Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager Altmark“.

Auch Dorothea Frederking, Landtagsabgeordnete der Bündnisgrünen, ist damit nicht einverstanden. In einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung hat sie in dieser Woche nachgehakt, wie sich das Land zu der Thematik positioniert. „Hält es die Landesregierung für demokratisch und transparent, dass die Gemeinden nicht beteiligt wurden“, fragt die Politikerin in der Kleinen Anfrage, die sie in dieser Woche an den Landtag abschickte.

Zudem möchte sie gern wissen, ob die Landesregierung „einen Ansatzpunkt sieht, dass die Aufsuchungserlaubnis zurückgenommen werden kann“. Die Grünen-Politikerin erinnert daran, dass in anderen Bundesländern, zum Beispiel im benachbarten Niedersachsen, die Bergbaubehörden angewiesen wurden, bei der Erteilung von Aufsuchungserlaubnissen die betroffenen Gemeinden zu beteiligen. Die Landesregierung in Magdeburg soll ihr nun erklären, wie sie sich zu einem entsprechenden Erlass positionieren würde.

Die Anlieger der betroffenen Orte hatten sich bei zwei Versammlungen in Kusey und Köckte im Oktober und November deutlich gegen die Aufsuchungserlaubnis ausgesprochen, erinnert Dorothea Frederking. Auf das Schreiben der BI an das Bergbauamt des Landes hat die Gruppe noch keine Antwort bekommen, weder vom Wirtschafts- noch vom Umweltministerium aus Magdeburg.

Dorothea Frederking fragt bei der Landesregierung weiter nach, wie sich die Erlaubniserteilung für GdF Suez mit den Plänen, aus dem Naturpark Drömling ein Biosphärenreservat zu machen, vereinbaren lässt.

Nach Ansicht der Grünen-Politikerin passen die Bestrebungen zur Ausweitung der Erdgasförderung und die Ausweisung der Altmark als Bioenergieregion und als „energetische Modellregion“ nicht zusammen. Auch dazu soll die Landesregierung in der Kleinen Anfrage Stellung nehmen.

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