Einstimmiges Votum fordert die BUND-Ortsgruppe zum Weitermachen auf

Kunrauer wollen nicht den Kopf einziehen

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Mit dem Plüschschwein zum Knuddeln und Süßigkeiten in Schweineform warben Wolfgang Lenz und Günter Zogbaum (r.) von der BUND-Ortsgruppe für den weiteren Kampf, um eine industrielle Schweinemastanlage im Ort zu verhindern.

Kunrau. Seit mehr als sechs Jahren leisten die Kunrauer und Nachbarn aus der Umgebung Widerstand gegen den Bau einer Schweinemastanlage.

Über 38 000 Euro investierte die BUND-Ortsgruppe, die gegen den Bau der Anlage und für den Erhalt des Freibades im Ort gegründet wurde, bereits an Kosten für Anwälte und Gerichtsverfahren. Allesamt Spenden.

Die Kunrauer wollen den Kampf weiter fechten, das machten sie am Freitagabend im Schloss deutlich. „Sollen wir weitermachen oder sollen wir den Kopf einziehen?“, fragte Ortsgruppen-Sprecher Wolfgang Lenz in die Runde, nachdem die Mitstreiter Bilanz über die bisherige Arbeit gezogen hatten. Mit Applaus und „Wir machen weiter“-Rufen unterstrichen die Anwesenden, dass sie auch weiter zu der Ortsgruppe stehen. „Uns fällt ein Stein vom Herzen“, bedankte sich stellvertretend Wolfgang Lenz bei den Einwohnern.

Die Mitglieder der Ortsgruppe hatten zuvor betont, dass auch weiterhin bei jeder Entscheidung zuerst die Meinung der Kunrauer eingeholt werden soll. „Was wir gemeinsam tun, das müssen wir auch gemeinsam entscheiden“, erklärte Ortsgruppensprecher Günter Zogbaum. Was gemacht wird, „das wird hier von den Einwohnern beschlossen.“

Zogbaum hatte zuvor noch einmal ausführlich dargestellt, was in den vergangenen sechs Jahren von den Kunrauer Aktivisten unternommen wurde, welche Schritte notwendig waren, um gegen die Bad Bentheimer Investorengruppe und gegen die Entscheidungen des Landesverwaltungsgerichts vorzugehen. „Das Hauptklageverfahren hat noch gar nicht angefangen“, betonte Günter Zogbaum. „Das kostet noch mal Zeit und Geld“, warb er im Namen des BUND um weitere Spenden, um die Klage und die Anwaltskosten weiter finanzieren zu können. Mürbe machen lassen wollen sich die Kunrauer nicht. „Wir kämpfen weiter“, so das Fazit des Abends. Denn, so betonte Günter Zogbaum: „Das Recht ist ganz und gar auf unserer Seite.“ Das muss allerdings noch vom Gericht bestätigt werden.

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