Ordnungsamt griff streng durch / Martinimarkt insgesamt wieder eine Top-Veranstaltung

Konsequent Knöllchen in Klötze verteilt

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Der Klötzer Martinimarkt war wieder ein voller Erfolg. Trotzdem gibt es einige Punkte, die im nächsten Jahr verbessert werden sollen, so die erste Auswertung der Verwaltung. Konsequent durchgegriffen wurde bei zugeparkten Zufahrten und Rettungswegen.

Klötze. Die letzten Lichter auf dem Martinimarkt waren am Montagabend noch nicht aus, da begann hinter den Kulissen schon der Abbau der Karussells. Die ganze Nacht waren die Schausteller im Gange, um die großen Gestelle wieder auf die Transport-Lkw zu verladen.

Nach und nach kehrt dann auf dem Martinimarktgelände wieder Ruhe ein – eine Ruhe, die vor allem die Anlieger herbeisehnen. Fünf Tage lang wurden sie mit Musik und Moderationen beschallt, flackerten bunte Lichter in die Fenster.

Die meisten nehmen es pragmatisch und feiern einfach mit. Viele Klötzer waren an allen fünf Tagen auf dem Rummel unterwegs. „Wenn in Klötze schon mal was los ist, dann muss man doch dabei sein“, sagten sie sich. Und in Klötze war richtig etwas los. „Das war wieder eine Top-Veranstaltung“, wertete Bürgermeister Matthias Mann aus. Vor allem am Freitag- und Sonnabendabend stieß Klötze nahezu an die Kapazitätsgrenzen. Nicht nur, was die Parkmöglichkeiten betraf. Auf dem Rummel herrschte dichtes Gedränge, vor den Fressbuden bildeten sich lange Schlangen. Und so manches Gericht musste zwischendurch von der Tafel genommen werden: ausverkauft.

„Die Veranstaltung in diesem Jahr ist eigentlich kaum noch zu toppen“, schätzte Matthias Mann ein. Am Montag wertete die Verwaltung das Geschehen vom Wochenende aus, am Sonntagvormittag hatte sich der Bürgermeister mit einer Gruppe Schausteller zum ersten Fazit getroffen. Und dabei blickte Matthias Mann in durchweg strahlende Gesichter, denn die Schausteller machten angesichts des gut besuchten Rummels reichlich Umsatz. „Klötze war besser als Stuttgart“, stellte einer der Schausteller dabei fest, berichtete Mann. „Das gefällt einem als Bürgermeister natürlich, wenn es solch ein Lob gibt.“

Der Verwaltungschef gibt das Lob für die rundrum perfekte Organisation an seine Mitarbeiter weiter. Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach war mit seiner Mannschaft rund um die Uhr auf dem Rummel präsent. Und auch die Absprachen zwischen dem Ordnungsamt und dem neuen Sicherheitsdienst funktionieren ausnahmslos gut. Probleme, die von Anrufern gemeldet wurden, wurden sofort weitergeleitet. So gab es immer mal wieder Beschwerden über die Lautstärke der Musik an den Fahrgeschäften. „Das wurde durchgestellt und sofort runtergeregelt“, weiß Mann.

Ein Problem, das im nächsten Jahr in den Griff bekommen werden soll, ist die Abfallentsorgung. Im Vertrag mit der Stadt verpflichten sich alle Geschäfte, eine Mülltonne aufzustellen, auch wenn am Stand vielleicht gar kein Müll anfällt. Das ist in diesem Jahr noch nicht konsequent umgesetzt worden wurde bemängelt. „Da werden wir in Zukunft noch härter durchgreifen“, kündigt Mann an.

Konsequent durchgegriffen

Bereits in diesem Jahr konsequent durchgegriffen wurde in Sachen Parkverbot. So gab es beispielsweise im Bereich der Feldstraße einige Fahrzeuge, die im abgesperrten Bereich standen oder sogar die Rettungswege für Feuerwehr und Einsatzkräfte blockierten. Das Ordnungsamt griff durch, Amtsleiter Ulf Dittfach stellte persönlich die Knöllchen aus. „Es geht schließlich auch um die Sicherheit aller“, begründet er das harte Durchgreifen. Fürs nächste Jahr sollen die Absperrungen noch mal durchdacht werden. Es ist stets ein Kompromiss nötig, um die Wege freizuhalten, aber auch den Anliegern die Zufahrt zu ihren Grundstücken zu ermöglichen. Auch bei Parkproblemen klappte die Zusammenarbeit zwischen dem Sicherheitsdienst, dem Ordnungsamt und der Polizei hervorragend. „Häufig sind es direkt Beteiligte, Schausteller oder Anlieger, die ihre Fahrzeuge an Stellen parken, von denen sie ganz genau wissen, dass das nicht erlaubt ist“, hat Matthias Mann beobachtet. Nur weil ein paar Meter Fußweg gespart werden wollen. Aber auch in diesen Fällen wurde durchgegriffen, notfalls abgeschleppt.

„Insgesamt sind wir mehr als zufrieden mit dem gesamten Fest“, zieht der Bürgermeister als Fazit. „Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.“ Wie viele Besucher an den fünf Rummeltagen nach Klötze kamen, lässt sich schlecht abschätzen. „Aber Zigtausende werden es wohl gewesen sein“, schätzt Matthias Mann. Die Stadt hatte in diesem Jahr die Werbung für den Rummel noch einmal intensiviert. Mit Erfolg, denn anhand der Autokennzeichen ließ sich erkennen, dass längst nicht nur Altmärker zum größten Innenstadtfest der Altmark kommen, sondern auch viele Besucher aus dem benachbarten Niedersachsen.

Von Monika Schmidt

Das war der Klötzer Martinimarkt

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