Arbeitsgruppe bilden

Klötzes Stadtrat hat zum Tierpark keinen Diskussionsbedarf

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Welche Tiere können bleiben? Wo müssen die Gehege baulich verändert werden? Von welchen Tieren trennt sich die Stadt? – Zur Zukunft des Tierparks gibt es noch viele ungeklärte Fragen. Eine Arbeitsgruppe soll weiterhelfen.

Klötze. Die Verwaltung hatte ihre Hausaufgaben zum Tierpark-Beschluss gemacht: Wie im Hauptausschuss gefordert legte die Verwaltung den Stadträten eine Auflistung des aktuellen Tierbestands und der Gehegegröße sowie Auszüge aus dem Säugetiergutachten vor – allerdings blieb das Papier intern.

Als Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski am Mittwochabend den Beschluss über die Zukunft des Tiergeheges aufrief, stellte sich so mancher Zuhörer auf eine ausgiebige Diskussion ein. Doch: Die Stadträte schwiegen ausnahmslos. Es gab keinerlei Gesprächsbedarf, es wurden auch keine Stellungnahmen der Fraktionen abgegeben. Die Stadträte schwiegen einfach.

So ließ Klaus Ewertowski über die Vorlage abstimmen: Einstimmig sprachen sich die anwesenden Stadträte dafür aus, den Beschluss vom 16. Oktober 2013 zur Machbarkeitsstudie für den Tierpark aufzuheben.

Bestandteil des Beschlusses sind noch zwei weitere Unterpunkte: Die Anzahl von Tierarten wird auf das gesetzlich vorgeschriebene Maß angepasst beziehungsweise gegebenenfalls komplett reduziert. Und: Marode Gehege sind zu entfernen / sind baulich und tierhaltungsrechtlich instand zu setzen.

Auch zu diesen Unterpunkten gab es während des Tagesordnungspunktes keine Vorschläge. Beim Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“ am Ende der Sitzung jedoch meldete sich Carsten Behrend zu Wort. Im Namen der SPD-Fraktion schlug er vor, wieder eine Arbeitsgruppe für den Tierpark zu bilden, „um die beiden Punkte abzuarbeiten“, so seine Erläuterung. Wie bei der ersten Arbeitsgruppe, die das Tierparkkonzept erarbeitete, sollen wieder ein bis zwei Vertreter aus den Fraktionen oder auch sachkundige Bürger in der Arbeitsgruppe mitarbeiten. Für die SPD-Fraktion benannte er bereits den Klötzer Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt als Vertreter in dem Gremium. Aber auch zu diesem Vorschlag unterblieben am Mittwochabend Meinungsäußerungen von den anderen Fraktionen.

Der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann begrüßte gestern im AZ-Gespräch den Vorschlag. „Es ist vernünftig, die Arbeitsgruppe wieder ins Leben zu rufen“, erklärte er. Eine Zeitschiene, wann die Arbeitsgruppe gebildet und wann die Entscheidungen zum Bestand der einzelnen Tierarten getroffen werden sollen, stehe indes noch nicht fest.

Von Monika Schmidt

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