Leben und Wirken von Adolph Frank soll zum 100. Todestag erforscht werden

Klötzer Universalgelehrter

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Klaus Pacholik hatte zum 9. November ein Gedenken auf dem jüdischen Friedhof in Klötze organisiert. Er forscht über die Geschichte jüdischer Familien in der Purnitzstadt und hat unter anderem eine Menge bislang unbekannter Informationen über Adolph Frank zusammengetragen.

Klötze. Die Geschichte des jüdischen Lebens in Klötze soll nachgezeichnet werden. Dabei spielt Adolph Frank eine entscheidende Rolle. Der Sohn eines jüdischen Kaufmanns wurde 1834 in Klötze geboren und gilt als der Begründer der Kali-Industrie.

Er war Apotheker, Chemiker, Erfinder, meldete diverse Patente an und sorgte dafür, dass Berlin-Charlottenburg als erste deutsche Stadt gasbeleuchtete Straßenlaternen bekam. Das Leben und Wirken des Klötzers ist trotzdem noch größtenteils nicht erforscht. Das soll sich ändern. 2016, zum 100. Todestag, möchte Klötze Adolph Frank mehr in den Blickpunkt rücken.

Klaus Pacholik, Pfarrer in Ruhe aus Ristedt, hat sich intensiv mit dem Leben des jüdischen Universalgelehrten beschäftigt. Recherchiert hat er bis in die USA, wo noch ein Familienzweig der Familie Frank existiert. Im jüdischen Museum in Washington gibt es Dokumente zur Familiengeschichte, eine handschriftliche Chronik unter anderem, so hat Klaus Pacholik in Erfahrung gebracht. Vielleicht könnte die Familie zur Gedenkveranstaltung, die die Stadt Klötze plant, eingeladen werden, überlegt die Verwaltung. Ebenso wie Vertreter des Staßfurter Gymnasiums, das den Namen von Frank trägt, der dort die Kali-Werke aufbaute, und dessen Schüler sich mit der Geschichte ihres Namensgebers beschäftigen. Das sollen künftig auch die Klötzer Schüler machen, hofft der Bürgermeister, der unter anderem ein Schulprojekt angeregt hat.

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