Hochwasser: Immekather Ortschef sorgt sich um Häuslebauer am Ortsrand

„Keine Steine in Weg legen“

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Beim Gewitter vor knapp fünf Wochen wurde auch die Dönitzer Straße in Immekath teilweise überschwemmt. Zwei Bauwillige wollen dort Eigenheime errichten.

Immekath. Übergelaufene Regenrückhaltebecken, weggeschwemmter Ackerboden, Sturzbäche in den Gräben –das kräftige Gewitter vom 4.  September zeigte einmal mehr, wie wichtig für Immekath Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind.

Diese umzusetzen, ist auch eines der Ziele des vor gut drei Jahren eingeleiteten Bodenordnungsverfahrens in der Gemarkung Immekath. Dass im Rahmen der jüngsten Vorstandssitzung jedoch auch Bedenken bezüglich der Lage zweier geplanter Baugrundstücke an der Dönitzer Straße angemeldet worden seien, bemängelte Immekaths Ortsbürgermeister Peter Gebühr am Donnerstagabend im Ortschaftsrat. „Meiner Meinung nach sollten wir den Bauwilligen keine Steine in den Weg legen – es gibt sonst keine Bauplätze im Dorf“, so der Ortschef. Dem schloss sich auch Ratsmitglied Jens Stolle an: „Wir sollten froh sein über die Leute, die wir im Dorf halten können.“

Dass es sich mit Blick auf die Problematik mit dem Oberflächenwasser lediglich „um einen Hinweis“ gehandelt habe, wandte Hans-Jürgen Zeitz, selbst Mitglied im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, ein. „Nicht dass nachher die Schuld bei uns liegt“, so Zeitz, der davon ausgeht, dass der Baubeginn nichts mit dem Bodenordnungsverfahren zu tun habe. Die beiden potenziellen Häuslebauer hätte mittlerweile Hinweise vom Planer bekommen, und wüssten was zu tun ist, so das Vorstandsmitglied.

Von Matthias Mittank

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