Stadt Klötze will stattdessen vorhandene Technik optimal innerhalb der Wehren aufteilen

Keine neuen Feuerwehrfahrzeuge

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Der Brand einer Werkhalle am Eichengrund war einer der größten Einsätze für die Klötzer Feuerwehr in diesem Jahr.

Klötze. Die Zeit, aus dem Vollen zu schöpfen, ist bei vielen Kommunen vorbei. Das Geld ist knapp, Investitionen sind meist nur noch mit Fördermitteln möglich.

Um Kosten bei Ausschreibungen zu senken, war das Land dazu übergegangen, Feuerwehrfahrzeuge zentral auszuschreiben. Die Klötzer Drehleiter gehörte zu diesen zentral ausgeschriebenen Kaufobjekten. Danach schaffte es die Stadt aber nicht mehr in die Liste der vom Land bedachten Kommunen.

Trotzdem müssen die Forderungen des Brandschutzgesetzes und die Brandschutzbedarfsplanung der Einheitsgemeinde umgesetzt werden. Aber der Trend wird, so hat Bürgermeister Matthias Mann im AZ-Gespräch erläutert, wohl eher gegen die Anschaffung neuer Fahrzeuge gehen. Stattdessen sollen die vorhandenen Fahrzeuge in ihrer Ausstattung optimiert werden. „Die vorhandenen Fahrzeuge müssen entsprechend ihrer Nutzung umgebaut werden“, kündigte Mann an. Das wird auch am heutigen Mittwoch Thema bei der Wehrleiterdienstberatung sein.

Um die Einsatzstärke der Wehren gewährleisten zu können, werden schon seit Längerem stets mehrere Feuerwehren gleichzeitig alarmiert. So kann sichergestellt werden, dass zum Beispiel genügend Atemschutzgeräteträger vor Ort sind, um in den Einsatz zu gehen. Die Bedarfsplanung soll in der Stadt nun so umgestellt werden, dass diese Feuerwehrverbände optimal ausgestattet sind. „Wir wollen die Funktion der Fahrzeuge mit eigenen Mitteln so herrichten, dass sie den taktischen Aufgaben gerecht werden“, formuliert Matthias Mann das Vorhaben in Verwaltungssprache.

Forderungen des Brandschutzgesetzes könnten so in der Fläche eher umgesetzt werden. Denn nicht jede Feuerwehr braucht Alles auf ihren Fahrzeugen. Wenn mehrere Wehren ausrücken, reiche es, wenn zum Beispiel den Rettungssatz an Bord hat, mit dem aber alle alarmierten Rettungskräfte aus den einzelnen Wehren umgehen können. Das ist ein Ziel, das bei der gemeinsamen Ausbildung der benachbarten Freiwilligen Feuerwehren innerhalb der Einheitsgemeinde seit einigen Jahren im Mittelpunkt steht.

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