Klötze muss 125 000 Euro für Brandschutzauflagen an Grundschulen aufbringen

Hohe Mehrausgaben: „Keine Erfindung der Stadt“

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Erst im Frühjahr hatte die Einheitsgemeinde in die Kunrauer Grundschule rund 50 000 Euro für Fassadenarbeiten und eine neue Treppe investiert. Durch das Umsetzen von Brandschutzauflagen müssen 2017 noch einmal 64 000 Euro aufgebracht werden.

Klötze. Nach einer kürzlich über die Bühne gegangenen sogenannten Brandsicherheitsschau durch Mitarbeiter des Altmarkkreises Salzwedel in den beiden Grundschulen Kunrau und Kusey kommen auf die Stadt Klötze mit einem Schlag Mehrausgaben von insgesamt 125 000 Euro zu.

Wie Klötzes Bürgermeister Matthias Mann während der Sitzung des städtischen Hauptausschusses erläuterte, hatten die Fachleute in beiden Schulen unter anderem das Fehlen von Brandschutztüren bemängelt. Die Verwaltung habe mittlerweile aus vergleichbaren Investitionen eine Hochrechnung der zu erwartenden Kosten erstellt. Das Stadtoberhaupt zählte auf: „Sicherheitsbeleuchtung etwa 2600 Euro, Abschottung der Elektro-Verteilung etwa 2500 Euro, Feuerschutztüren etwa 36 000 Euro, Hausalarmierung etwa 6700 Euro.“ Zusammen sind das fast 48 000 Euro, und das allein für die Kuseyer Grundschule. Für das Umsetzen der Auflagen am Kunrauer Schulgebäude, an dem zumindest die Alarmanlage nicht bemängelt wurde, kommen noch einmal knapp 64 000 Euro dazu. „Zusammen mit Planungskosten sind das locker 125 000 Euro“, überschlug Matthias Mann die Zahlen. Die unplanmäßige Investition soll sich im Haushalt 2017 wiederfinden.

„Das sind keine Erfindungen der Verwaltung oder des Bürgermeisters“, betonte das sich sichtlich über die hohen Auflagen ärgernde Stadtoberhaupt. Dennoch werde es bei der Umsetzung keinerlei Abstriche geben – immer unter dem Blickwinkel „wenn etwas passiert“. Matthias Mann machte in Anbetracht der aufgebrummten Kosten den Hauptausschuss-Mitgliedern aber auch deutlich, dass es künftig nicht leichter werden würde, eigene Wunschträume wie beispielsweise das Beheizen von Freibädern zu realisieren.

An der Klötzer Grundschule, in der es aktuell keine Begehung gab, rechnet die Einheitsgemeinde mit keinen Auflagen in der nahen Zukunft. Die Sanierung sei noch nicht so lange her, sodass die Standards ausreichend sein sollten, schätzte Haupt- und Kämmereiamtsleiter Christian Hinze-Riechers ein.

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