Chor der Lebenshilfe Mieste begeisterte in der Hohenhenninger Kirche

Jubelrufe für Musica

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Mit Jubel und viel Applaus bedankte sich das Publikum in der Hohenhenninger Kirche bei den gehörlosen Musikern vom Chor der Lebenshilfe Mieste für das gelungene Konzert.

Hohenhenningen. Feinstes Gänsehautfeeling und Genuss für die Ohren erlebten die Besucher der Hohenhenninger Kirche am Sonnabendnachmittag beim Konzert von Musica, dem Chor der Lebenshilfe Mieste.

Die Hohenhenninger Kirchengemeinde und die Jagdgenossenschaft hatten zu der Veranstaltung eingeladen. Etwa 40 Gäste konnte Harald Trittel im Namen der Organisatoren begrüßen.

Mit Jubel und viel Applaus bedankte sich das Publikum in der Hohenhenninger Kirche bei den gehörlosen Musikern vom Chor der Lebenshilfe Mieste für das gelungene Konzert.

Seit 15 Jahren gibt es den Chor unter Leitung von Ingrid Achtert. Die 18 Mitglieder sind zwischen 25 und 63 Jahre alt. „Jeden Montag ist Musiktag, abends wird geprobt, erst die Instrumentalisten, dann von 19 bis 20 Uhr der Chor“, verriet Ingrid Achtert im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. „Die Teilnahme ist für alle eine willkommene Abwechslung, da fehlt nie einer. Heute, bei dem Konzert, singen wir das was wir können und was allen Spaß macht“, ergänzte die Chorleiterin.

Nur fünf der Chormitglieder können lesen, da dauert das Einstudieren seine Zeit. Peter Schönbeck ist gehörlos, seine Leidenschaft ist das Xylofon. Zweimal trat er während des Konzerts auf, das Publikum war begeistert, der Musiker ebenfalls. Juliane Zug, eine der jüngsten Chormitglieder, sang nicht nur, sie spielte auch mehrere Stücke auf der Blockflöte – mal Solo, mal in Begleitung von Ingrid Achtert, die ebenfalls Blockflöte oder dem Akkordeon zu hören war. Jacqueline Gintzel führte durch das Programm, sie machte die Ansagen und moderierte, einige Gedichte trug sie auch vor.

Peter Schönbecks Leidenschaft ist das Spiel auf dem Xylofon, an dem er am Sonnabend zwei Mal zu hören war.

Mit einem Madley bekannter Volkslieder begann Musica das Konzert. Hierzu gehörten zum Beispiel „Horch was kommt von draußen rein“ oder „Wenn alle Brünnlein fließen“. Es folgten Scherz- und Spottlieder wie „Hab ne Tante aus Marokko“ oder Wanderlieder. So gab es ein Lied vom Dorfschulmeister zu hören oder „Am frühen Morgen“. Nachdenkliche Lieder und solche, die von einem glücklichen Leben handeln. „Ich habe einen Traum“, „Welche Farbe hat die Welt“, „Schön ist der Morgen“ oder „heute wollen wir leben“. Mal sang der gesamte Chor mal nur ein Teil, meist in Akkordeonbegleitung von Ingrid Achtert. Das Lied „kleine weiße Friedenstaube“ wurde zusätzlich von Juliane Zug mit der Flöte begleitet. Den Abschluss des offiziellen Teils bildete ein russisches Liebeslied.

Natürlich bekamen die Künstler viel Applaus, eine Zugabe durfte da nicht fehlen. So gab es zum Abschluss das Lied „Zwei kleine Italiener“, der Hit von Connie Francis aus dem Jahr 1962.

Von Wolfram Weber

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