Janusz Schmidt will Klötze kulturell voranbringen / Erstes Musikfestival am 20. Juni geplant

Mehr Musik, Kunst und Genuss

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Ronald Sehrig alias „DJ Camillo“ (v.l.) sowie Janusz und Henry Schmidt wollen eine schon vor Jahren geborene Idee, das alte Klötzer Milchwerk für Konzerte zu nutzen, aufgreifen und dort am 20. Juni das 1. Musikfestival in Klötze auf die Beine stellen.

Klötze. Was hat die Region rund um Klötze kulturell zu bieten? „Nicht viel“, ist Janusz Schmidt, Geschäftsführer der Industrie-Montagen Klötze GmbH (IMK), überzeugt.

Gerade für die „reifere Jugend“ – wie der Klötzer die Generation der 30- bis 40-Jährigen und darüber hinaus umschreibt – mangele es an Angeboten. „Bekannte in meinem Alter treffe ich bei Veranstaltungen in Wolfsburg oder Salzwedel – in Klötze weiß man doch gar nicht, wo man abends ausgehen kann“, sagt Janusz Schmidt. Die wenigen und immer gut besuchten Höhepunkte wie der Martinimarkt, die Aufführungen der Klötzer Theatergruppe sowie der Weihnachtsmarkt der Volksbank würden zeigen, dass der Bedarf an Kultur groß sei.

Aus diesem Grund hat Janusz Schmidt nun eine Eventmanagement-Abteilung unter dem Dach seiner Firma ins Leben gerufen. Unter den drei Oberbegriffen Musik, Kunst und Genuss soll die Purnitzstadt in Sachen Kultur in den nächsten Jahren vorangebracht werden. Als Mitstreiter stehen ihm Ronald Sehrig alias „DJ Camillo“ sowie Henry Schmidt zur Seite. Aus zahlreichen Ideen, die die drei gesammelt haben, hat sich mittlerweile auch ein konkretes Projekt herauskristallisiert. So soll am Sonnabend, 20. Juni, um 18 Uhr auf dem Gelände des alten Klötzer Milchwerkes das erste Klötzer Musikfestival steigen.

„Wir wollen einfach mal etwas anderes wagen“, erklärt Ronald Sehrig, der ähnliche Konzerte bereits im Altmarksaal auf die Beine gestellt hat, im Gespräch mit der AZ. Und Janusz Schmidt stellt gleich klar: „Wir wollen keinen Lärm und keinen Hardrock machen – es geht um Musik zum Wippen und Tanzen“, so der Klötzer, der als Mitglied der beiden Bands „Saitensprunk“ und „Janusz & Friends“ selbst auf der Bühne stehen wird. Gespielt werden sollen an diesem Abend Coversongs von bekannten Titeln aus den 60er bis 90er Jahren – natürlich neu interpretiert. Zugeschnitten wird das Konzert vor allem für die Zielgruppe „40 plus“. „Es geht uns aber nicht nur um die Musik, sondern auch um das Ambiente“, so Schmidt. Die Besucher sollen sich wohlfühlen, sich auch an einen Tisch setzen und etwas essen können.

Die Bedingungen auf dem Gelände des alten Milchwerkes bezeichnen die drei Eventmanager als ideal. Eine Rampe, die einst für die Milchanlieferung genutzt wurde, soll als nach allen vier Seiten offene Bühne, und als Tanzfläche genutzt werden, drum herum gebe es Platz für mindestens 300 Besucher. Auch Parkmöglichkeiten seien reichlich vorhanden. Ein großes Schleppdach würde das Konzert zudem ein Stück weit wetterunabhängig machen.

Auch mit der Stadt und mit Vereinen wollen die Klötzer in Zukunft kooperieren. Vor allem der neu gestaltete und zentral gelegene Schulplatz ist dabei ins Blickfeld gerückt. „Der würde sich für kleine klassische Konzerte oder Märkte hervorragend eignen“, weiß Schmidt, der sich dort auch einen Weihnachtsmarkt vorstellen könne.

Langfristiges Ziel sei es, Klötze über die Grenzen hinaus bekannter zu machen. Auch Besucher aus den Regionen rund um Gifhorn, Wolfsburg und Braunschweig sollen angelockt werden. „Wir müssen zeigen, was wir hier haben – nämlich gute Luft, nette Leute und viel Natur“, so Schmidt. Außerdem wollen die Eventmanager auch als Ansprechpartner für private und Firmenfeiern tätig werden, von der Musik bis zum Catering.

Von Matthias Mittank

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