Beckmann sieht Hauptziel des Immekather Bodenordnungsverfahrens in Gefahr

Hochwasser-Problem: Niemand traut sich ran

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Rückblick: In der Nacht zum 25. August 2011 wurde Immekath von Wasser- und Schlammmassen überflutet. Auch im vergangenen Jahr gab es am 29. Juli und 20. September Hochwasser. Um Lösungen zu finden, wurde 2013 ein Bodenordnungsverfahren eingeleitet.

Immekath / Ristedt. Aufgrund der Lage von Immekath im Tal der Jeetze bekommt der Ort immer wieder Probleme bei starken Niederschlägen. Schon mehrfach, im vergangenen Jahr sogar gleich zweimal, soffen Teile des Dorfes regelrecht ab.

Schlamm und Steine ergossenen sich von den Äckern auf die Straßen, Keller liefen voll.

Große Hoffnungen werden in ein Bodenordnungsverfahren gesetzt, das im Mai 2013 für Immekath und Teile umliegender Gemarkungen auf einer Fläche von etwa 1689 Hektar eingeleitet wurde. Im Zuge des Verfahrens sollen nicht nur zersplittert liegende Flurstücke neu zusammengelegt und das ausgedünnte Wegenetz ausgebaut und erweitert werden. Ziel ist es in erster Linie auch, Maßnahmen zu finden, wie Schäden durch Starkregenereignisse verhindert oder zumindest minimiert werden können.

Über große Schwierigkeiten, genau dieses Probleme anzupacken, berichtete Ristedts Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Beckmann, der auch Stellvertreter im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft ist, im Ortschaftsrat. Demnach sei weit und breit kein Planer zu finden, der sich mit der Regulierung von Wasser auskennt.

Niemand traue sich an das Immekather Hochwasserproblem ran. Für Beckmann sei diese Nachricht, die in einer der jüngsten Vorstandssitzungen zur Sprache kam, „erschreckend“. Schließlich würden ohne fundierte Berechnungen keine Gegenmaßnahmen möglich sein.

Und noch einen Kritikpunkt brachte Beckmann vor. So werde beim geplanten Ausbau der ländlichen Wege rund um Immekath derzeit noch von einer Breite von drei Metern ausgegangen – zu wenig in den Augen des Ristedters. Mit Blick auf die Landwirtschaft und ihre zunehmend breiter werdenden Maschinen halte er eine Breite von 3,50 Metern für zukunftsweisend.

Beckmann appellierte zudem, den zur Verfügung stehenden finanziellen Rahmen von 2,5 Millionen Euro allein für den Wegebau auch voll auszuschöpfen. „Alles andere wäre Geld verschenken – so eine Förderung gibt es nie wieder.“

Von Matthias Mittank

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