Handarbeitsgruppe trifft sich jeden Montag in der EFA und tauscht Tipps, Tricks und Muster aus

Hauptsache Wolle ist dabei

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Häkeln, Stricken oder zusammennähen: Es bleibt den Frauen überlassen, was sie am Handarbeitsnachmittag machen wollen – Hauptsache es ist Wolle dabei.

Klötze. Um Augustäpfel und Gurken drehten sich die Gespräche der Frauenrunde in der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze. Ist das am Ende gar nicht die Handarbeitsgruppe? Doch, doch, denn die Frauen haben alle Wolle und Nadeln vor sich auf dem Tisch liegen.

„Uns gibt es seit dem 1. September 2015“, erzählen sie. Einige der Frauen hatten sich bereits vorher wöchentlich im Wollladen an der Neustädter Straße getroffen. Als es diesen nicht mehr gab, wurde eine neue Bleibe gesucht. Rita Thon vermittelte schließlich den Kontakt in die EFA. Sie ist – als ehrenamtliche Mitarbeiterin dort – inzwischen auch die Leiterin der Gruppe. Jeden Montag kommen die Frauen um 16 Uhr in der EFA zusammen.

In erster Linie geht es darum, Tipps und Tricks bei den Wollarbeiten auszutauschen. Natürlich wird zwischendurch bei einer Tasse Kaffee auch über anderes erzählt. „Wir haben auch schon einige gemeinsame Veranstaltungen gemacht“, erzählt Erika Hamm aus Neuferchau. Die Frauen trafen sich zum Grillen, feierten den Frauentag und es gab ein gemeinsames Weihnachtsessen.

Rita Thon (l.) hat das Sternenmuster ausprobiert und gibt ihre Erfahrungen an die anderen Teilnehmer der „Wollfaden“-Gruppe weiter.

Verschiedene Wollsorten und verschiedene Nadeln liegen vor den Frauen. „Jeder macht, was er möchte“, informiert Rita Thon. Es gibt keine Vorgaben. Während Erika Hamm gerade dabei ist, eine Mütze für einen selbstgemachten Schneemann zu stricken, steht bei den übrigen Teilnehmerinnen gerade das Häkeln hoch im Kurs. Und zwar in zwei Varianten: Tunesisch und im Sternenmuster. „Wir tauschen gerne Muster aus und zeigen sie uns gegenseitig“, erklärt Rita Thon. Sie hat gerade einen Loop im Sternenmuster fertig gestellt und erklärt den anderen nun, wie sie dieses häkeln müssen. Damit ein Stern entsteht, werden bei fünf Maschen die Schlingen auf der Nadel belassen und erst dann gemeinsam durchgezogen. Mit einer Luftmasche werden die Maschen verbunden, so dass ein Stern entsteht. Das klingt auf der schriftlichen Anleitung ganz kompliziert, ist aber einfach, wenn es jemand vormacht.

Große Freude bereitet den Frauen derzeit auch das tunesische Häkeln. Dabei bleiben– und das ist fürs Häkeln ungewöhnlich – zunächst alle Maschen auf der Häkelnadel und werden erst in der zweiten Reihe abgehäkelt. Dadurch entsteht ein luftiges Muster, das bei geeigneter Wolle für Loops oder Boleros gut geeignet ist, sind sich die Wollfaden-Frauen nach dem Ausprobieren einig.

Von Monika Schmidt

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