Breitband-Zweckverband kommt rechtzeitig auf die Klötzer Haushalte zu

Glasfaser soll 2018 liegen

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Klötzes Bürgermeister Matthias Mann (v. r.), Landrat Michael Ziche und der Breitband-Experte der Kreisverwaltung, Axel Schulz, blicken optimistisch in die Zukunft. Ende 2018 soll auch die Einheitsgemeinde Klötze mit Glasfaser-Internet versorgt sein.

Klötze. Der Breitbandausbau durch den Zweckverband, den die beiden altmärkischen Landkreise gegründet haben, läuft auf Hochtouren – allerdings bislang nur im Landkreis Stendal, wo mit dem Cluster 1 (Arneburg) begonnen wurde.

„Und wann gibt es den Ausbau in Klötze?“, sei eine berechtigte Frage, die auch im Stadtrat immer wieder gestellt werde, erinnerte der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann. Er hatte sich gestern Landrat Michael Ziche als Geschäftsführer des Zweckverbandes (ZBA) und Axel Schulz als den Breitband-Fachmann aus der Kreisverwaltung ins Klötzer Rathaus geholt, um Antworten auf die Fragen zu bekommen.

„Mit dem Pilotprojekt Arneburg sind wir jetzt gut unterwegs“, schätzte Michael Ziche ein. Zuvor hatte es – unter anderem durch eine Klage der Stadt Salzwedel gegen die Satzung des Verbandes – zeitliche Verzögerungen gegeben. Nun werden Stück für Stück die acht Cluster in Angriff genommen und vermarktet. Dass Klötze dabei nach Arendsee, Tangerhütte und Beetzendorf-Diesdorf erst gemeinsam mit Gardelegen das Cluster 5 bildet, sei einfach durch die geografische Lage bedingt, erläuterte Ziche. Der Zweckverband baut das Glasfasernetz Stück für Stück – ostelbisch beginnend – aus. „2018 soll alles fertig sein, dann ist auch die Einheitsgemeinde Klötze erschlossen“, kündigte der Landrat an. Das sei ein realistisches Ziel. Bis dahin bleibe auch genügend Zeit, aus den Erfahrungen mit dem Pilotprojekt in Arneburg die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Erfahrung zeige auch, dass die Aktivitäten des Zweckverbandes Mitbewerber wie die Telekom auf den Plan rufen. Diese setze aber auf Kupferrohre, die nur für maximal 50 Mbit ausgerichtet sind. Durch das Glasfasernetz kann in beide Richtungen ein Gigabit angeboten werden.

Der Zweckverband setzt auf die Glasfasertechnik, die nach dem Motto FTTH (Fiber to the home) die Leitungen bis ins Haus verlegt. Um wirtschaftlich agieren zu können, müssen dafür aber 60 Prozent der Haushalte mitmachen. Das Beispiel Arneburg zeige, dass sich viele, die skeptisch waren, jetzt, wo die Bagger angerollt sind, doch noch zum Anschluss entschlossen haben.

Für die Klötzer ist noch Zeit, sich mit dem Thema Glaserfasertechnik zu beschäftigen. „Wir werden rechtzeitig Info-Veranstaltungen machen“, versicherte Axel Schulz. Zudem, auch das sei eine Lehre aus den Erfahrungen in Arneburg, soll es vor Ort so genannte Breitband-Paten geben, die das Thema multiplizieren und die Aufklärungsarbeit übernehmen.

Von Monika Schmidt

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