Graffiti-Künstler Marius Förster arbeitet an neuem Werk

Geschichte des Feuers in Klötze

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Seit ein paar Tagen arbeitet der gebürtige Klötzer Marius Förster in seiner Heimatstadt an einem neuen Werk. Aus Gesundheitsgründen wird nur mit Schutzmaske und Handschuhen gesprayt.

Klötze. Klötze wird ein Stück farbenfroher. Seit Mitte vergangener Woche arbeitet der gebürtige Klötzer Graffiti-Künstler Marius Förster am Firmengelände von Ofenbaumeister Heiko Hutopp an der Gardelegener Straße an seinem neusten Werk.

Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums des Traditionsbetriebes, das am 5.  September feierlich begangen werden soll, wird an einer Mauer die Geschichte des Feuers bildlich erzählt – vom Blitzeinschlag und den Höhlenfeuern der Urmenschen über das Olympische Feuer in der griechischen Antike und das Zeitalter der Dampfmaschinen bis hin zum gemütlichen Kaminfeuer in der heutigen Zeit. „Am Ende kommen wir dann ins Spiel“, erklärt Heiko Hutopp, der das Thema zur Gestaltung vorgegeben hatte. Die grafische Umsetzung überließ er komplett dem 28-jährigen Künstler, der seine Motive nicht am Computer, sondern wie eh und je klassisch mit dem Stift entwirft.

Marius Förster, der in Berlin Visuelle Kommunikation studiert hat und auch in der Hauptstadt lebt, hat schon einige Spuren in seiner Heimatstadt hinterlassen. Eines seiner ersten, anfangs noch in knalligen Farben gehaltenen Werke findet sich an der Mauer gegenüber vom Klötzer Jugendklub Corner an der Schützenstraße. Mittlerweile setzt der selbstständig arbeitende Grafikdesigner auf gedämpft wirkende Pastelltöne – wie auch bei zwei Werken am Aldi-Parkplatz an der Poppauer Straße und an einem Hausgiebel Am Hegefeld, die beide im vergangenen Jahr im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft Klötze entstanden.

Nach 14 Jahren hat sich für den 28-Jährigen die Graffiti-Kunst weit über den Status eines Hobbys entwickelt. „Es ist aber trotzdem nicht so, dass ich allein davon leben könnte“, sagt Marius Förster, der im kommenden Wintersemester ein zweijähriges Masterstudium an der Zürcher Hochschule für Künste beginnen wird.

Die Geschichte des Feuers soll in den nächsten Tagen fertig werden.

Von Matthias Mittank

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