Bauen ist seit Beginn der Planung für den Busbahnhof teurer geworden / Stadtrat muss entscheiden

Geld reicht nicht für die Toilette

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Planer Stefan Münder zeigte den Mitgliedern des Hauptausschusses, wo der Gehweg verlegt werden muss. Der Busbahnhof wird sich in seiner Gestaltung insgesamt ändern. Auf der Grünfläche unten rechts im Plan wäre Platz für das Toilettenhäuschen.

Klötze. „Ich möchte die Diskussion offen halten“, bekannte Bürgermeister Matthias Mann im AZ-Gespräch.

Und deshalb rückte er am Mittwoch im Hauptausschuss auch gleich zu Beginn des Tagesordnungspunktes mit dem „Casus Knacktus“ raus: „Es ist kein Geld für eine Toilette da. “.

Im Rahmen der Umgestaltung des Busbahnhofs, für die der Hauptausschuss seine Empfehlung geben sollte, stehen die finanziellen Mittel, die aus dem Stadtumbau Ost bewilligt werden fest: 346 660 Euro. Insgesamt sollen 519 9900 Euro investiert werden. Da seit dem Beginn der Planung 2013 die Kosten fürs Bauen gestiegen sind, „müssten wir auf die Toilette zunächst verzichten“, erläuterte der Bürgermeister. Noch gibt es in der Planung einige Unbekannte: So stehen die Ergebnisse einer Kamerabefahrung der Rohrleitungen am Busbahnhof erst zur Stadtratssitzung in 14 Tagen fest. Auch der Umfang des Baugrundes, der geschaffen werden muss, um genügend Tragfähigkeit für die Busse zu bieten, kann noch nicht genau beziffert werden.

Als vor Jahren die öffentliche Toilette am Parkplatz vom Lidl-Markt gebaut wurde, kostete sie 55 000 Euro. „Inzwischen müssen für solch einen Fertigcontainer schon etwa 75 000 Euro angesetzt werden“, informierte der Bürgermeister. Das Ganze ist ein Zuschussgeschäft: Die bereits vorhandene Toilette verursacht für Reinigung und Wartung pro Jahr Kosten von 2 172 Euro, es werden aber nur Einnahmen von 841 Euro erzielt.

Von Monika Schmidt

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