Angekündigte Sanierung der Jahrstedter Ortsdurchfahrt aufs nächste Jahr verschoben

Das Geld des Landes reicht nicht

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Vor allem in der Kurve am Ortsbüro drücken die Lkw den Asphalt regelrecht an den Straßenrand. Deshalb soll die Jahrstedter Ortsdurchfahrt erneuert werden. Für dieses Jahr hat das Geld des Landes wegen erhöhter Baupreise nicht gereicht.

Jahrstedt / Kunrau. Im Mai hatte der Jahrstedter Ortsbürgermeister Uwe Bartels noch gute Nachrichten für seinen Ortschaftsrat: Er informierte, dass die Ortsdurchfahrt der L 23 noch in diesem Jahr eine neue Oberfläche bekommen sollte.

Möglichst in den Sommerferien, so die Hoffnung des Ortsbürgermeisters, sollten die Arbeiten vonstatten gehen. Doch nun sind die Ferien bald rum und in Jahrstedt ist nichts passiert.

Grund genug, bei der zuständigen Landesstraßenbaubehörde nachzufragen. Zumal derzeit zum Beispiel in Lockstedt und zwischen Schwiesau und Breitenfeld Sanierungsarbeiten im Auftrag der Stendaler Behörde laufen.

Manfred Krüger, Leiter des Regionalbereichs der Landesstraßenbaubehörde, informiert auf AZ-Anfrage, dass eine Straßensanierung geplant war. Die „ordnungsgemäße Befahrbarkeit“ der Straße sollte wieder hergestellt werden. Auch die Ausschreibungsunterlagen dafür sind erarbeitet worden. Aber: „Aufgrund der aktuellen Baupreisentwicklung bereits ausgeschriebener Baumaßnahmen war es nicht mehr möglich, diese Maßnahme in diesem Jahr zu realisieren“, bedauert der Leiter der Behörde. Kurz gesagt: Das Geld hat nicht gereicht. Krüger muss die Jahrstedter auf das nächste Jahr vertrösten. Dann aber soll, so versichert er, die Ortsdurchfahrt Jahrstedt „in Abarbeitung notwendiger Sanierungsmaßnahmen vorrangig behandelt.“

Nicht ganz so positiv sind die Nachrichten für die Kunrauer, die sich ebenfalls seit Jahren bei jeder Ortschaftsratssitzung über den Zustand ihrer Ortsdurchfahrt aufregen. Die Wellen und Löcher im Belag werden immer tiefer.

Von der Stendaler Behörde ist die Kunrauer Ortsdurchfahrt allerdings erst nach Jahrstedt eingeordnet worden. Sie soll sich an die Abarbeitung im Nachbarort anschließen. „Ob das aber im Jahr 2017 oder im Jahr 2018 sein wird, wird in Abhängigkeit der Bereitstellung der Haushaltsmittel entschieden“, informiert Manfred Krüger.

Bei beiden Ortsdurchfahrten ist vorgesehen, die Oberflächenschäden durch eine neue Deckschicht und gegebenenfalls auch durch einen Ersatz der Binderschicht zu beheben. Die obersten vier bis zehn Zentimeter der Straße würden damit erneuert. Für Jahrstedt belaufen sich die Kosten dabei auf etwa 350 000 Euro, für Kunrau sind sie noch nicht ermittelt worden.

Wie genau der Verkehr während des Bauzeitraums umgeleitet wird, ist noch nicht abschließend geklärt, informiert Manfred Krüger weiter. Das wird im kommenden Jahr geschehen, wenn die Baumaßnahme in Angriff genommen wird.

Von Monika Schmidt

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