Steimker fordern Radweg nach Brome / „Grenze im Formellen gibt es immer noch“

Zu gefährlich fürs Fahrrad

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Auf der Strecke zwischen Steimke und Brome ist es vor allem im Bromer Busch für Radfahrer gefährlich. Die Straße ist sehr schmal und dabei auch noch hochfrequentiert.

Steimke. „Ich bin einmal mit dem Rad zum Einkaufen nach Brome gefahren. Jetzt nehme ich lieber wieder das Auto."

Die Erfahrung der Steimkerin konnten auch die Senioren bestätigen, die sich zum Seniorennachmittag mit dem Stadt- und dem Ortsbürgermeister eingefunden hatten. „Ein Radweg wäre doch mal ein Geschenk zum 25. Jahrestag der Grenzöffnung“, fand Erhard Bratke.

So wie der Steimker Senior beklagten sich mehrere Anwesende, dass es kreuzgefährlich ist, mit dem Rad auf der Straße von Steimke nach Brome zu fahren. Vor allem im Bromer Busch, wo es recht dunkel ist und die Straße auch noch etwas schmaler ist als normal, haben es Radfahrer schwer, sich gegenüber den vorbeibrausenden Pkw und Lkw zu behaupten. „Wenn sich die Alten mit dem Rad zum Einkaufen quälen, das geht doch gar nicht“, erklärte Erhard Bratke.

Dass von Bromer Seite aus ein Radweg gebaut werden solle, der bis zum Sportplatz reicht, nützt den Steimkern allerdings gar nichts. Sie fordern, dass auch die sachsen-anhaltinische Seite aktiv wird und sich für einen Radweg stark macht. „Wir haben Anträge gestellt“, versicherte Bürgermeister Matthias Mann. Aber da es sich um eine Kreisstraße handle, sei der Kreis zuständig. Und dieser würde nur in Verbindung mit der niedersächsischen Seite bauen wollen, so die Argumentation.

Aus Niedersachsen heiße es dagegen: Wir bauen, wenn Sachsen-Anhalt baut – und so drehe sich die ganze Geschichte immer wieder im Kreis. „Die Grenze im Formellen gibt es immer noch“, so das Fazit des Klötzer Bürgermeisters.

Wenn in Brome der geplante Radweg, der noch in diesem Jahr entstehen soll, tatsächlich gebaut worden ist, könnte die Stadt einen neuen Anlauf wagen und einen Antrag an den Kreis stellen.

Von Monika Schmidt

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