Ortschaftsrat stellt Entscheidung über mehr Parkmöglichkeiten zurück

Garten oder Festplatz?

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Den Festplatz neben dem Sportplatz sahen sich die Mitglieder des Ortschaftsrates im Juni auch an. Die Meinungen, ob er zum Parken freigegeben werden sollte, gingen auseinander.

Oebisfelde. Wenn auf dem Oebisfelder Sportplatz Betrieb ist, ist auf der schmalen Zufahrtsstraße kein Durchkommen. Die Anlieger haben sich beschwert und angeregt, doch einen Parkplatz für die Sportler auszuweisen.

Die paar Stellflächen, die am Sportlerheim zur Verfügung stehen, reichen bei Weitem nicht aus. Die Mitglieder des Ortschaftsrates hatten sich im Juni vor Ort getroffen. Da das Gremium aber nicht beschlussfähig war, konnte keine Entscheidung getroffen werden. Das holten die Mitglieder bei ihrer jüngsten Sitzung nach.

Matthias Polep, Vorsitzender des FC Oebisfelde, erklärte, dass es auch die Möglichkeit gebe, den gegenüberliegenden freien Garten zu kaufen, um dort einen Parkplatz zu bauen. Allerdings müsste die Stadt dann das Geld dafür in die Hand nehmen.

Polep favorisierte die Variante, da die Grünfläche dem Sportplatz am nächsten liegt und somit nichts am Festplatz verändert werden müsste. Denn das war die zweite Variante, die dem Ortschaftsrat vorgestellt wurde: Es könnte ein Teil des Festplatzes Am Gehege als Parkplatz zur Verfügung gestellt werden. Das Bauamt der Stadt hatte im Vorfeld darauf hingewiesen, dass, um den Platz zum Parken nutzen zu können, die Rasenfläche befestigt werden müsste.

Der alte Parkplatz am Apfelweg, der vor der Bebauung ebenfalls für die Sportler zur Verfügung gestanden hatte, war den Besuchern von Sportveranstaltungen zu weit vom Platz entfernt und wurde deshalb kaum genutzt, informierte Matthias Polep den Ortschaftsrat. „Ein Kauf des Gartens wäre super für uns“, so seine Einschätzung.

Angela Leuschner gab zu bedenken, dass dann zunächst der Preis für den Garten erfragt werden müsse. Zudem müssten die Ortschaftsräte wissen, welche weiteren Kosten auf sie zukommen, um aus dem Garten einen Parkplatz zu machen. „Charmant wäre das“, konnte sich die Weddendorferin für diese Variante erwärmen. Zudem würde sich die Stadt somit nicht den Festplatz verbauen.

„Kaufen wird doch nichts, wir haben doch kein Geld“, erinnerte Klaus Gerike. Er sprach sich für die Variante Festplatz aus. „Ich finde den Festplatz auch praktischer“, betonte Sven Groneberg. Denn finanziell könne er sich für die nächsten zwei Jahre einen Kauf durch die Stadt nicht vorstellen. Alexander Harms gab zu bedenken, dass Gartenland nicht so teuer wie Bauland sei. „Und direkt davor zu parken, ist schon angenehmer“, gab er zu.

Hans-Heino Meuser wiederum war für den Festplatz, der ansonsten nur für den Zirkus und das Osterfeuer genutzt werde. Mehr Veranstaltungen gebe es dort übers Jahr gesehen kaum, schätzte Meuser ein.

Letztendlich verständigten sich die Oebisfelder Ortschaftsräte darauf, eine Kostenschätzung des Bauamtes für die beiden Varianten erstellen zu lassen, bevor das Gremium ein Votum abgibt.

Von Monika Schmidt

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