Pressesprecher: „Kein Kommentar“

Fricopan: Betriebsrat trifft sich vor dem Werkstor

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Eine „Betriebsratssitzung der anderen Art“ gibt es morgen mit dem ehemaligen Fricopan-Betriebsratsvorsitzenden Andreas Höppner vor dem Werkstor in Immekath.

Immekath. Nach dem Hausverbot des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden und jetzigen Landtagsabgeordneten Andreas Höppnerhat prompt der Betriebsrat des Immekather Backwarenherstellers Fricopan reagiert: Er lädt am morgigen Donnerstagnachmittag zu einer „Betriebsratssitzung der anderen Art“ vor dem Werkstor in Immekath ein.

„Wir sind auf Höppners Beratung angewiesen“, erklärte Betriebsratschefin Gerda Hentschel im AZ-Gespräch zur trotz der gewählten Örtlichkeit nichtöffentlichen Zusammenkunft.

Der Wachschutz darf den ehemaligen Fricopan-Betriebsratsvorsitzenden Andreas Höppner nicht mehr auf das Werksgelände lassen.

Wie der Landtagsabgeordnete gestern ebenfalls mitteilte, sei nun bekannt geworden, dass die Fricopan-Betriebsleitung während der Live-Übertragung der aktuellen Stunde des Landestages von Sachsen-Anhalt zur Thematik „Schließung des Standortes Fricopan Back GmbH Immekath“ (AZ berichtete) das Internet im gesamten Betrieb kappen ließ.

Der Aryzta-Mutterkonzern wollte sich auf Nachfrage der AZ gestern nicht zu Höppners Aussagen äußern. „Wir kommentieren das nicht“, erklärte Pressesprecher Günther Lindinger kurz und knapp.

Am heutigen Mittwoch gehen derweil die Verhandlungen zwischen der Fricopan-Geschäftsführung und der gebildeten Betriebsrat-Kommission in die zweite Runde. Bei dem ersten Treffen dieser Art in der vergangenen Woche war es zunächst nur um einen Informationsaustausch gegangen, in dem der Betriebsrat die Gründe für die Schließung erläutert bekommen haben wollte. Wie Gerda Hentschel erklärte, gebe es hierzu noch „Klärungsbedarf“. Ob es in Sachen Interessenausgleich und Sozialplan bereits konkret werde, sei ungewiss.

Wie berichtet, war Höppner vor dem Hausverbot auch schon von den Verhandlungen zum Interessenausgleich und zum Sozialplan für die mehr als 500 von der Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter ausgeschlossen worden.

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