Kunrauer fordern Tempo 30 am Ortseingang: Rasern das Handwerk legen

Fester Blitzer vor der Schule gefordert

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Am Ortseingang von Kunrau, besonders im Bereich der Grundschule, wird stark gerast. Dagegen wollen die Einwohner nun vorgehen: Sie fordern einen stationären Blitzer und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.

Kunrau. Es ist ein leidiges Problem, dass gerade im Bereich der Kunrauer Grundschule auf der Landesstraße 23 stark gerast wird. Die Kontrollen der Polizei bringen es immer wieder ans Tageslicht.

Selbst trotz entsprechender Warnungen vor den Blitzern, gehen den Beamten stets zahlreiche Sünder ins Netz – häufig auch mit sehr hohen Geschwindigkeiten. Das ist in den Kunrauern ein Dorn im Auge.

Gudrun Lenz brachte das Thema im jüngsten Ortschaftsrat in der Einwohnerfragestunde zur Sprache. Ihr ist aufgefallen, dass in Klötze vor den Kindereinrichtungen und den Schulen 30 gefahren werden muss. In Kunrau gebe es dagegen keine Beschränkung. „Wir haben auch eine Schule, warum gibt es das bei uns nicht?“, wunderte sie sich.

Ortsbürgermeister Uwe Bock berichtete von der Nachfrage von Eltern, in dem Bereich einen stationären Blitzer aufzustellen. „Das wäre sicherlich eine Variante, um die Geschwindigkeit rauszunehmen“, vermutete er und schätzte ein, dass der Apparat auch eine Menge Geld einspielen würde. Burkhard Hartmann wusste von einer Bundestagsinitiative, die Geschwindigkeit vor Schulen und Kitas generell auf Tempo 30 zu reduzieren.

„Ob es aber auch in Kunrau dazu kommt, entscheiden die Minister“, informierte er. Der frühere Polizist sah wenig Chancen für den Vorschlag der Geschwindigkeitsbeschränkung. Zum einen, weil das Schulgebäude nicht unmittelbar an der Straße liegt und zum anderen, weil es einen gut ausgebauten Fuß- und Radweg gibt, den die Kinder nutzen können. „Es gibt für die Kinder keine Gefährdung durch den fließenden Verkehr zwischen 8 und 13 Uhr“, erklärte Hartmann. Nur bei Schulbeginn und Schulchluss könnte es kniffelig werden. „In Klötze ist das ganz was anderes, weil die Gebäude direkt an der Straße liegen.“ Eine andere Idee des Ortschaftsrates war es im Rahmen dieser Diskussion, am Ortsteingang eine Einengung zu bauen, damit die Autofahrer gezwungen sind, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Das Thema soll an die Stadt herangetragen werden, damit die Vorschläge an das Land weitergeleitet werden, das Straßenbaulastträger ist.

Von Monika Schmidt

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