Radweglückenschluss Nesenitz-Klötze: Gute Aussichten fürs erste Halbjahr 2017

Fast alle Grundstücke erworben

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Bislang ist am Abzweig Nesenitz mit dem Radweg, der von Beetzendorf kommt, Schluss. Wer nicht auf der Landesstraße radeln will, muss entweder über Nesenitz und den Galgenberg oder über Klötze-Nord und die Poppauer Straße ausweichen.

Klötze. In der Fortschreibung des Radwegebedarfsplans des Landes ist sie als zweite Maßnahme im Altmarkkreis Salzwedel auf Platz 7 eingeordnet: Die Fortsetzung des Radwegs an der L 19 zwischen Klötze und dem Abzweig nach Nesenitz.

Für den knapp 1,5 Kilometer langen Lückenschluss sind Baukosten von 260 000 Euro vorgesehen. Die Maßnahme ist im vordringlichen Bedarf als gesetzt eingestuft, schließlich ist der übrige Teil des straßenbegleitenden Radwegs von Nesenitz über Bandau bis Beetzendorf schon seit einigen Jahren fertiggestellt. Besonders als Anbindung für Schüler, die aus Klötze zum Beetzendorfer Gymnasium fahren, sollte der Radweg genutzt werden, so hatten die Verantwortlichen der Anliegerkommunen für den dringenden Bedarf argumentiert.

Die Hoffnung des Klötzer Bürgermeisters Matthias Mann, den Radwegabschnitt gemeinsam mit dem letzten Abschnitt der Klötzer Bahnhofstraße auf den Weg zu bringen und eine gemeinsame Ausschreibung für beide Maßnahmen zu machen, hatte sich im Frühjahr zerschlagen. Vom Land gab es keine Unterstützung für die Idee. Immerhin, so teilt Manfred Krüger, der Regionalbereichsleiter der Landesbaubehörde in Stendal auf AZ-Anfrage mit, wird „der Neubau des zweiten Abschnitts des Radwegs Bandau-Klötze durch die Landesstraßenbaubehörde vorbereitet“. Voraussetzung für den Bau sind die baurechtlichen und haushalterischen Voraussetzungen. Heißt also: Die Grundstücksangelegenheiten müssen geklärt und Geld in der Landeskasse sein. An der Grundstücksfrage ist der seit inzwischen 15 Jahren geplante Radweg bislang gescheitert. Deshalb hatte das Land sich um ein Planfeststellungsverfahren bemüht, mit dem Ergebnis, dass Baurecht für das Bauvorhaben hergestellt wurde. „Der vorliegende Beschluss aus dem Baurechtsverfahren versetzt die Behörde in die Lage, die bauvorbereitenden Maßnahmen auf den Weg zu bringen“, heißt das im Behördendeutsch. Allerdings laufen noch die Verhandlungen zum Erwerb der erforderlichen Grundstücke. Erst wenn dieser abgeschlossen ist, „wird das Vorhaben ausgeschrieben“, kündigt Manfred Krüger an. Zum größten Teil seien die Grundstücke bereits erworben. Auch die Planungsunterlagen sind soweit vorbereitet, dass es beim Abschluss der Grundstücksverhandlungen sofort losgehen könnte.

Sicher ist, so informiert Manfred Krüger weiter, dass es 2016 keinen Baubeginn mehr für den Radweg geben wird. Mit Blick auf die Jahreszeit und die vorgeschalteten Ausschreibungen wäre das nicht mehr zu realisieren. „Deshalb sind wir bemüht, bei entsprechenden Voraussetzungen (Geld und Grundstückskäufe) über die Wintermonate die Maßnahme auszuschreiben, um diese im ersten Halbjahr 2017 realisieren zu können“; so der Leiter der Straßenbaubehörde in Stendal.

Danach ist im Radwegebedarfsplan für Klötze lange nichts vorgesehen: Erst auf Platz 216 findet sich die nächste Maßnahme, die im „weiteren Bedarf“, also unter ferner liefen, eingeordnet ist: Ein Radweg an der L 19 von Klötze nach Schwiesau. Für den 5,6 Kilometer langen Abschnitt werden Baukosten von 1,09 Millionen Euro geschätzt. Unmittelbar danach folgt auf Platz 216 ein Radweg vom Ziss, also dem Knoten der L 20 und der L 22 bis nach Kusey. Für den 3,2 Kilometer langen Abschnitt rechnet das Land mit Baukosten von 610000 Euro. Die Weiterführung vom Ziss bis nach Klötze rangiert erst auf Platz 248 im weiteren Bedarf.

Von Monika Schmidt

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