Iris Flentje erzählt beim Frauenfrühstück über die schwierige Beziehung zwischen Vätern und Töchtern

Der erste Mann im Leben

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Die Referentin berichtete den 135 Besucherinnen von der schwierigen Beziehung zwischen Vätern und Töchtern. 

Klötze. Um die vielschichtige und manchmal sehr komplizierte Beziehung zwischen Vater und Tochter ging es am Sonnabend beim 14. Frühstückstreffen für Frauen im Klötzer Altmarksaal.

Iris Flentje aus Bremen berichtete in ihrem Vortrag „Mein Vater – Der erste Mann in meinem Leben“ den 135 Teilnehmerinnen von ihrer eigenen Vater-Tochter-Beziehung und wie sie diese aufgearbeitet hat.

Ein Stand mit Büchern, Kalendern und Geschenkartikeln lud zum Stöbern ein.

„Iris, du bist nur gut, wenn du auch etwas leitest“, erzählte Iris Flentje. Auch wenn ihr Vater dies nie so direkt gesagt habe, habe er dies ihr immer so vermittelt. „Meine Schwester wurde für ein schönes Outfit gelobt und ich musste zeigen, dass ich was kann und was schaffe“, sagte die Referentin. Es sei ihr lange schwergefallen sich deswegen als Frau zu akzeptieren und sie habe mit der Zeit eine raue Schale entwickelt. Erst als Iris Flentje sich genauer mit der Beziehung zu ihrem Vater beschäftigt hat, habe sie verstanden, warum er sie so behandelt hat, dass er sie als Nachfolgerin für den Hof gesehen hat und dass es dabei auch um die Beziehung zwischen ihrem Vater und ihrem Großvater ging.

Isabell Herms spielte „Melodie F“ von Anton Rubinstein auf dem Keyboard.

Ihren Zuhörerinnen gab Iris Flentje fünf Schritte mit auf den Weg, die bei der Aufarbeitung helfen. So sollte man zunächst eine Bestandsaufnahme der Beziehung machen und sich dann auch dem Positiven erfreuen. Zudem sollte man Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und die Vergangenheit ruhen lassen. Dann sollte man sich mit den Problemen aus der Beiziehung konfrontieren, sie sich bewusste machen, um anschließend neue Wege gehen zu können.

Für ihren interessanten und gut erzählten Vortrag bekam Iris Flentje viel Applaus von den Klötzern. Umrahmt wurde das Programm von einer kurzen Hoffnungsgeschichte von Martina Michaelis und einem musikalischen Beitrag am Keyboard von Isabell Herms.

Von Katharina Schulz

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