Klaus Pacholik gedachte der jüdischen Einwohner aus Klötze

Erinnerung an die Pogrome

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Klaus Pacholik erinnerte an die jüdischen Bürger aus Klötze.

Klötze. „Dass es in diesen Monaten, in diesem Jahr Gruppierungen gibt, die uns das Gift des Antisemitismus plausibler machen wollen, erfüllt mich mit Scham, Wut und Trauer“, machte Klaus Pacholik deutlich.

Der Pfarrer im Ruhestand hielt in Zusammenarbeit mit der Stadt Klötze, den Kirchen der Region und dem Heimatverein am gestrigen Nachmittag auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof an der Wasserfahrt in Klötze eine Predigt zum Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938.

Der jüdische Friedhof an der Poppauer Straße wurde in der Reichspogromnacht zerstört, erinnerte Klaus Pacholik. Auch wenn 1938 in Klötze keine Synagogen brannten oder Schaufenster jüdischer Geschäfte eingeworfen wurden, so sei die Reichspogromnacht dennoch ein Datum, das Klötze betrifft, machte Klaus Pacholik deutlich. „Wir gedenken heute dieser Menschen, weil sie zu uns gehören und weil ihr Beitrag in dieser Stadt erwähnenswert ist“, erklärte er.

Als die SA 1938 Hatz auf die jüdischen Geschäftsleute in Klötze machte, gab es nur noch wenige in der Purnitzstadt. Der Großteil der jüdischen Bürger war schon Ende des 19. Jahrhunderts ins größere Salzwedel übergesiedelt.

Von Katharina Schulz

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