Stadtrat soll zur zweiten Skateranlage abstimmen / Alternativvorschlag der Verwaltung: Verkaufen

Entscheidung reiflich überlegen

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Mit der neuen Skateranlage am Zichtauer Weg haben die Jugendlichen aus der gesamten Einheitsgemeinde ausreichend Platz, mit Skateboards und Rädern zu fahren. Ob die Stadt eine zweite Anlage benötigt und wo sie stehen soll, soll der Stadtrat entscheiden.

Klötze. Der Stadtrat soll entscheiden, ob eine zweite Skaterbahn im Stadtgebiet von Klötze aufgebaut wird.

Bürgermeister Matthias Mann hat seine Ankündigung, die Entscheidung per Abstimmung zu suchen, umgesetzt und für die nächste Stadtratssitzung eine entsprechende Beschlussvorlage erarbeiten lassen. Schon dem Erläuterungstext zum Beschluss ist deutlich zu entnehmen, dass die Verwaltung von diesem Vorhaben nicht so viel hält. Dazu hatte der Bürgermeister noch einmal in den Protokollen der Sitzungen nachlesen lassen, welche Festlegungen getroffen wurden.

Im Hauptausschuss im Januar 2014 gab es vom Bürgermeister den Hinweis: „Die Ortsbürgermeister können die Skateranlage in der Prioritätenliste DGH/Spielplätze für 2014 mit berücksichtigen, dann werde der Stadtrat darüber befinden.“ Aber weder auf der Prioritätenliste für 2014 noch auf der für 2015 sei die alte Anlage aufgeführt worden. Allerdings hatte der Immekather Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Zeitz im Namen seines Ortschaftsrates beantragt, die alte Anlage in Immekath aufstellen zu lassen. Die Immekather hatten aber keine Vorschläge gemacht, wie das finanziert werden sollte. 2014 ergab eine Kostenschätzung, dass 45 000 Euro für die Reparatur der Anlage und das Herrichten eines passenden Untergrundes ausgegeben werden müssten. Inzwischen ist die Skaterbahn durch das Einlagern im Freien vermutlich in einem noch schlechteren Zustand.

Im Haushalt 2015 wurden keine Ausgaben für das Aufstellen der alten Anlage berücksichtigt. Aus Sicht der Verwaltung sind die Kosten für diese freiwillige Aufgabe nur durch vom Stadtrat zu benennende Einsparungen zu finanzieren. Wo gespart werden soll, darüber sollen die Stadträte entscheiden, die Beschlussvorlage weist dafür eine entsprechende Lücke aus. Ebenso wie beim gewünschten Standort für die zweite Skaterbahn. Die Verwaltung regt ergänzend an, die zweite Skaterbahn an einem der beiden Grundschulstandorte in Kusey oder Kunrau zu errichten, da sie dort am Nachmittag von den Hortkindern genutzt werden könnte.

Die Verwaltung hat zum Thema zweite Skateranlage aber auch noch einen Alternativ-Vorschlag als Beschlussmöglichkeit eingebracht. Dieser lautet: „Die Notwendigkeit eines zweiten Standortes für eine Skateranlage wird vom Rat nicht gesehen. Der Bürgermeister wird beauftragt, die alte Anlage meistbietend zu verkaufen.“

Die Entscheidung in dieser Frage fällt am 25. März im Hauptausschuss, der das Thema vorberät, sowie endgültig bei der Stadtratssitzung am 15. April.

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins haben sich bei ihrer Zusammenkunft in der vergangenen Woche ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Dort hatte Lothar Görg darauf aufmerksam gemacht, dass die Immekather, wenn sie die Anlage haben wollen, die laufenden Kosten für die Unterhaltung tragen müssten. „Es ist eine Entscheidung, die sich der Stadtrat reiflich überlegen muss“, fasste Ortsvereinsvorsitzender und Stadtratsmitglied Jürgen Barth im AZ-Gespräch die Diskussion zusammen.

Von Monika Schmidt

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