Klötzer Schulleitung rief die Polizei zur Unterstützung zu Hilfe / Eltern sind besorgt

Am Ende war es nur ein dummer Zufall

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An der Klötzer Sekundarschule wurde am Mittwoch die Polizei zur Unterstützung gerufen, um bei Problemen mit einem verhaltensauffälligen Flüchtlingsjungen zu Hilfe zu kommen.

Klötze. An der Klötzer Ganztagsekundarschule Dr. Salvator Allende gab es am Mittwochvormittag während des Unterrichts einen Polizeieinsatz.

Das bestätigt Frank Semisch, Pressesprecher der Polizei im Altmarkkreis auf AZ-Anfrage: „Wir sind dort vorbeugend unterstützend tätig geworden“, teilt er der AZ mit.

Die Schulleitung hatte die Polizei zu Hilfe gerufen, weil es Probleme mit einem 14-jährigen Schüler gibt. Dieser ist schon seit längerem „verhaltensauffällig“ und „verbal aggressiv“ gegenüber Mitschüler und Lehrer, so Semisch. Die Schule leitete Maßnahmen ein: Der Schüler, ein Flüchtlingskind, der nach AZ-Informationen aus Bosnien stammt, wurde als Disziplinarmaßnahme vom Unterricht ausgeschlossen. Das wiederum rief seine Familie auf den Plan: Und so standen am Mittwoch mehrere erwachsene Männer aus seinem Heimatland vor der Schule, um sich zu erkundigen, warum der Junge den Unterricht nicht mehr besuchen darf.

Parallel dazu wollte nach Recherchen der Altmark-Zeitung eine syrische Familie ihre Kinder zum Schulbesuch anmelden und kam ebenfalls mit mehreren Familienangehörigen auf den Schulhof der Allende-Schule.

Ein Zufall von Ereignissen, die nichts miteinander zu tun hatten, die Schulleitung aber trotzdem aufmerksam werden ließ: Es gab eine Durchsage, dass während der folgenden Pause das Schulgebäude nicht verlassen werden darf. Die Polizei wurde zur Unterstützung gerufen, die den Vorfall gemeinsam mit der Schulleitung schnell und ohne größere Probleme aufklären konnte. Die Disziplinarmaßnahmen wurden erläutert, die Schulanmeldung aufgenommen. Aber die Sekundarschüler aus Klötze und den Orten der Einheitsgemeinde hatten nach Schulschluss zu Hause eine Menge zu erzählen, die Eltern reagierten besorgt.

Die Sekundarschule war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen. Wie Frank Semisch informierte, gab es Vorfälle der Beleidigung und Bedrohung. Es ist eine Schulkonferenz geplant, bei der über das weitere Verfahren mit dem Schüler beraten werden soll.

Von Monika Schmidt

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