Ausschuss lässt nach gründlicher Prüfung alle vier Bewerber für das Bürgermeisteramt zu

Einwohner haben am 23. Oktober die Wahl

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Die Beisitzer Marga Seitz und Sven Groneberg aus Oebisfelde schauten sich die Wahlunterlagen an. Der Vorsitzende des Wahlausschusses, Detlef Meyer (l.), ließ anschließend über die Zulassung der Kandidaten abstimmen. Uwe Dietz (2.v.l.) führte Protokoll.

reh Oebisfelde. In der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen beginnt die heiße Phase der Bürgermeisterwahl. Am Montagabend entschied der Wahlausschuss im Burgverbinder in einer öffentlichen Sitzung über die Zulassung der Bewerber (wir berichteten gestern).

Eine Überraschung gab es nicht, alle vier im Vorfeld bekannten Bewerber wurden zugelassen.

Aus Oebisfelde wurden Karsten Schindler (Jahrgang 1966), Bogumila Jacksch (Jahrgang 1967) und Silke Wolf (Jahrgang 1967) zugelassen. Während Jacksch, die sowohl die deutsche als auch die polnische Staatsbürgerschaft besitzt, von der Unabhängigen Wählergemeinschaft nominiert wurde, geht Schindler als Einzelbewerber ins Rennen. Die laut Wahlordnung erforderlichen 100 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern wurden von ihm erbracht.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte indes Silke Wolf. Obwohl von den Linken aus dem Raum Oebisfelde-Calvörde aufgestellt, entschied sich die amtierende Bürgermeisterin kurzfristig, als parteilose Einzelbewerberin zu kandidieren. „Viele Leute würden mich als Person, aber nicht mit dieser Parteizugehörigkeit wählen“, begründete Wolf ihre Entscheidung. Dies sei ihr in zahlreichen Gesprächen versichert worden. Silke Wolf entschied sich, diese Ankündigung auf die Probe zu stellen. Als Amtsinhaberin brauchten die erforderlichen 100 Unterstützerunterschriften, die ein Einzelbewerber benötigt, von ihr nicht erbracht werden.

Die CDU hat Hans-Werner Kraul (Jahrgang 1959) als ihren Kandidaten für die Wahl benannt. Der Weferlinger ist damit einziger Kandidat aus dem südlichen Bereich der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen.

Wie Wahlleiter Detlef Meyer bekannt gab, hätten alle Kandidaten ihre Unterlagen vollständig und rechtzeitig abgegeben. Die Mitglieder des Wahlausschusses hatten bei der Sitzung die Gelegenheit, die Unterlagen gründlich zu prüfen, bevor sie über die Zulassung der Bewerber entscheiden.

Die Stadt möchte nun allen Bewerbern die Möglichkeiten geben, sich den Bürgern vorzustellen. Die Veranstaltung soll am Donnerstag, 6. Oktober, um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Weferlingen stattfinden, da es bereits zwei andere Runden, die nicht vom Wahlleiter organisiert wurden, in Oebisfelde gibt. So sollen auch die Einwohner aus dem Südbereich die Gelegenheit bekommen, sich mit einem kurzen Anfahrtsweg über die Kandidaten und ihre Ziele zu informieren. Die Wahl zum neuen Bürgermeister der Einheitsgemeinde findet am 23. Oktober statt.

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