Immekather Ortschaftsrat wünscht sich Herrichtung der Soldatengräber auf dem Friedhof

„Eines Gräberfeldes nicht würdig“

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Bis heute erinnern auf dem Immekather Friedhof Holzkreuze an mehrere, teils unbekannte deutsche Soldaten, die in den letzten Kriegstagen rund um Immekath gefallen sind. Die Gräberfeldbepflanzung droht jedoch langsam alles zu überwuchern.

mm Immekath. Bei ihrer Ortsbesichtigungsradtour machten die Immekather Ortschaftsräte auch einen Stopp auf dem Friedhof. Hans-Jürgen Zeitz hatte die Station vorgeschlagen. Er wollte den anderen Ortschaftsräten einmal die Soldatengräber zeigen.

„Die wachsen völlig zu“, beschrieb er. Das konnten die Ratsmitglieder vor Ort nur bestätigten. Vor der Gräberreihe, die durch Holzkreuze mit Inschrift zu erkennen ist, wachsen die Koniferen in die Höhe. Im unteren Bereich ist das Immergrün trocken, im oberen Bereich wuchert es, sodass die Kreuze schon fast nicht mehr zu lesen sind. Auch einige kleine Eichen bahnen sich zwischen den Koniferen den Weg ins Licht. „Das sieht nicht schön aus und ist auch eines Gräberfeldes nicht würdig“, darüber waren sich die Immekather mit Hans-Jürgen Zeitz einig. Aus seiner Zeit als Ortsbürgermeister wusste er, dass es in der Vergangenheit eine Förderung für die Gestaltung und Pflege der Soldatengräber gegeben hatte. Ortsbürgermeister Peter Gebühr will sich einmal bei der Stadt erkundigen, ob es diese Fördermöglichkeit noch gibt.

Ein Wunsch des Ortschaftsrates: Der holprige Weg an der Ruine vorbei zum Friedhofseingang soll mit Pflaster befestigt werden.

Peter Gebühr hat indes noch einen weiteren großen Wunsch bei der Gestaltung des Friedhofs: Die Zufahrt zu dem Gelände an der Ruine vorbei sollte gepflastert werden. „Das wäre mein Herzenswunsch“, so Gebühr. Derzeit besteht der Weg zum Teil aus Sand und zum Teil aus einem holprigen Kopfsteinpflaster. „Senioren kommen mit ihren Rollatoren dort gar nicht lang“, weiß der Ortsbürgermeister aus vielen Gesprächen mit Einheimischen. „Viel gerüttelt werden darf beim Pflastern aber auch nicht, wegen der Ruine“, ist sich Peter Gebühr bewusst, dass es keine so einfache Maßnahme werden wird.

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