Rike Reiniger las für Klötzer Schüler die Geschichte von Samika und Jannik

Eine echte „Wolfsliebe“

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Aufmerksam verfolgten die Schüler der dritten Klassen das Abenteuer von der einsamen Wölfin Samika. Eine kniffelige Frage zu dem Buch konnten sich anschließend problemlos beantworten.

Klötze. Fesselnden Lesestoff hatte Rike Reiniger gestern für die Schüler der Klassen 3a und 3b der Klötzer Purnitzschule dabei.

Rike Reiniger las aus ihrem Erstlingswerk „Wolfsliebe“ die Geschichte von Samika und Jannik.

Die Berliner Autorin las aus ihrem Buch „Wolfsliebe“ und erzählte in poetischer Sprache die spannende Geschichte der Wölfin Samika, die eine neue Heimat sucht. Auf ihrer Reise lernt die einsame Wölfin den Hund Jannik kennen und gründet mit ihm eine Familie. Das sorgt für reichlich Konfliktpotenzial, denn Samika und Jannik sind sehr verschieden – und die Menschen dulden keine Mischlingswelpen der beiden.

Die Idee zu ihrem ersten Roman kam Rike Reiniger als sie als Theaterautorin am Theater in Bautzen arbeitete. „Diese Geschichte von der Wölfin, die sich mit einem Hund zusammengetan hat, ist dort wirklich so passiert und da habe ich gedacht, das schreibe ich auf“, erzählte sie.

Aufmerksam lauschten die Jungen und Mädchen der Abenteuergeschichte um Liebe, Vertrauen und Verrat. Und das wurde auch belohnt. Rike Reiniger verloste eine Ausgabe von „Wolfsliebe“ an die Schule, wenn ein Schüler eine schwierige Frage zum Text beantworten konnte. Natürlich war das kein Problem für die Purnitzschüler, die zusätzlich noch Lesezeichen für jeden bekamen. Auch was die verschiedenen Erzählperspektiven sind, lernten die Kinder bei der Lesung.

Anschließend nahm sie die Autorin viel Zeit und beantwortete den Schülern Fragen rund um das Buch, zum Beispiel wie lange der Schreibprozess gedauert hat. So erzählte Rike Reiniger, dass sie den ersten Satz bereits im Herbst 2010 geschrieben hatte, aber „Wolfsliebe“ erst 2013 fertig war. Sie schrieb zunächst eine erste Fassung, die sie nach einigen Monaten überarbeitete und reichte anschließend die zweite Fassung dann bei einem Wettbewerb für Kinder- und Jugendliteratur ein, den sie auch gewann. Danach wurde die Geschichte wieder überarbeitet. Die dritte Fassung schickte sie dann an verschiedene Verlage. Als sie einen gefunden hatte, der „Wolfsliebe“ veröffentlichen wollte, wurde die Geschichte von einer Lektorin gegengelesen. „Ich kann euch versprechen, dass es an eurer gesamten Schule noch keinen Aufsatz mit so vielen Rotanstrichen gegeben hat“, berichtete Rike Reiniger den Kindern.

Von Katharina Schulz

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