Für Wagen und Winnen öffnete Lothar Schulz zum ersten Mal sein Atelier für Besucher

Einblicke in die Künstlerseele

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Das Faible für Amerika ist nicht nur an der Kleidung von Lothar Schulz zu erkennen. Auch in vielen seinen Bilder spiegelt sich dieses Motiv wider.

Klötze. Zum ersten Mal beteiligte sich am Wochenende der Klötzer Maler Lothar Schulz an dem einmal im Jahr in der westlichen Altmark stattfindenden Kunstfestival „Wagen & Winnen“.

Am Sonnabend und Sonntag öffnen bei dem Ereignis Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Couleur ihre Ateliers und Ausstellungsräume, um Interessierten ihre Arbeiten vorzustellen und zu zeigen. Von Anfang an dabei ist Petra Schmidt aus Klötze mit ihrem Atelier, in diesem Jahr beteiligte sich auch Renate Bartels in Kunrau an dem Festival.

Für Lothar Schulz war es das erste Mal, dass er in seinem Wohnhaus seine Bilder präsentierte. Seit frühester Kindheit beschäftigt sich der Klötzer mit dem Zeichnen und Malen. Die ersten Werke entstanden mit Tinte und Redisfeder, heute verwendet der Künstler Fine Liner zum Zeichnen. „Da sind die Strukturen aber viel zu gleichmäßig“, erklärt Lothar Schulz.

Etwa 200 Bilder aus mehreren Jahrzehnten seines Schaffens konnten die Besucher am Wochenende bestaunen. Mit dabei die alte Gaststätte aus dem Drömling bei Kahnstieg als Ruine, genannt „ausblutendes Haus“. Lothar Schulz lässt auch immer seine Fantasie in die Bilder einfließen. So gibt es von der Gaststätte auch eine eine schicke sanierte Variante zu sehen.

Sein ältestes Aquarellbild, eine amerikanische Landschaft mit einem Fluss und einer darüber führenden Brücke, es entstand 1968, zeigte der Künstler seinen Besuchern ebenfalls. Daneben hängt ein Bild vom einstigen Klötzer Wasserturm, das er 1994 zeichnete. Nicht nur am Outfit von Lothar Schulz mit Cowboyhut und Westernhemd, auch vielen seiner Bilder sieht man die Faszination von der Landschaft Amerikas an. „Mein Lieblingstier ist der Bison“, verrät der Künstler und zeigt auf ein Bild des Tieres.

Eines seiner neuen Werke ist das Hirtenhaus in Wenze.

Nach der Wende, 1989, startete Lothar Schulz noch einmal neu. Mit 48 Jahren hielt er sein Diplom als Grafikdesigner in der Hand. Dieses hängt nun eingerahmt an der Galeriewand.

Neben seinen Bildern zeigte Lothar Schulz auch die vier von ihm geschriebenen und illustrierten Bücher, „Erzwungene Heimat“, „Die Jeetze im Mittelalter“, „Burg und Amt Klötze“ sowie „Neuferchau und seine Geschichte“.

Von Wolfram Weber

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