Fricopan-Geschäftsführer: „Konkrete Preisangebote verschickt“ / Unternehmen wollen anonym bleiben

Drei „stark interessierte“ Investoren

+
Am 1. September beginnt im Fricopan-Werk die Abwicklung. Ob auf dem Gelände auch künftig Altmärker in Lohn und Brot stehen werden, ist völlig offen. Es besteht aber Hoffnung.

Immekath. Auch wenn es in wenigen Wochen nur noch um die Abwicklung der Fricopan Back GmbH in Immekath gehen wird, sind die Hoffnungen, dass es an dem Standort irgendwie weitergeht, groß.

Auf der Suche nach einem Käufer für das Werk „laufen viele Aktionen“, informierte Fricopan-Geschäftsführer Andreas Willner im Rahmen der letzten Betriebsversammlung im Klötzer Altmarksaal. So seien seit Bekanntwerden der Schließungspläne fünf potenzielle Investoren über das gut sechs Hektar große Gelände geführt worden. An drei Investoren seien in der zurückliegenden Woche konkrete Preisangebote verschickt worden. Diese seien „stark interessiert“, so Willner, wollen aber nicht öffentlich genannt werden.

Ob der Fricopan-Betriebsrat zwecks Übernahme von zumindest einem Teil der Mitarbeiter mit ins Boot geholt wird, wenn die Verhandlungen konkreter werden, wollte Betriebsratsvorsitzende Gerda Hentschel wissen. So sei ein „riesengroßer Rest“ der Fricopaner – „ich schließe mich da nicht aus“, so Hentschel – bislang ohne berufliche Perspektive. „Das werden wir tun“, sicherte Willner zu.

Auch Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Jörg Felgner (SPD) hatte sich zuletzt vorsichtig optimistisch gezeigt, was die Suche nach einem Investor betrifft.

Von Matthias Mittank

Mehr zum Thema

Kommentare