DGB: Fricopan bewusst ausgeblutet

mm Immekath / Magdeburg. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wirft dem Schweizer Aryzta-Konzern vor, den Backwarenhersteller Fricopan in Immekath „bewusst ausgeblutet“ zu haben.

Das erklärte Bernhard Becker vom DGB-Landesbüro gestern nach einem Treffen der Landeschefs von DGB und Gewerkschaften in Magdeburg. Das Aus rieche „nach Fördermittelspekulation und Heuschrecken-Verhalten“. Der Gewerkschaftssprecher argumentiert, dass gemessen am Jahresgewinn von über neun Millionen Euro rein rechnerisch jeder Einzelne der 500 von Arbeitslosigkeit bedrohten Fricopan-Beschäftigten einen Gewinn von 18 000 Euro erwirtschaftet habe.

Die Gewerkschaften fordern, dass die Regeln für die Wirtschaftsförderung in Sachsen-Anhalt kritisch überdacht werden müssen. So sollten längere zeitliche Bindungen der Unternehmen an den Förderzweck verbindlich geregelt werden.

Von Monika Schmidt

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