„Derzeit keine Chance“

Im neuen Schuljahr keine Sozialarbeiterin für die Klötzer Grundschulen

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Andrea Bartel war über das JFZ Gardelegen bis Ende Juli als Schulsozialarbeiterin für die Grundschulen Kunrau, Kusey und Klötze tätig und hatte unter anderem das „Body-Grips-Mobil“ nach Kunrau geholt. Für das neue Schuljahr bewilligte das Landesverwaltungsamt keine Mittel.

Klötze. Derzeit gibt es keine positiven Signale, dass die Schulsozialarbeit in den Grundschulen in Klötze weitergeführt werden kann. Zum Schuljahresende lief die Stelle von Andrea Bartel als Schulsozialarbeiterin für die drei Klötzer Grundschulen aus.

Eine Neubesetzung ist nicht in Sicht. „Derzeit gibt es keine Chance“, bedauert auch der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann.

Die Schulsozialarbeit wird über freie Träger umgesetzt, der Altmarkkreis hat bei der Vergabe aber keinen Zuschlag erhalten. Während für die Sekundarschule die Arbeiterwohlfahrt Träger der Maßnahmen ist, lief die Schulsozialarbeit in den drei Grundschulen über das Jugendförderungszentrum Gardelegen. Beantragt wurden die Maßnahmen über den Altmarkkreis.

Bislang wurde die Schulsozialarbeit aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes finanziert, informiert Kreis-Pressesprecherin Birgit Eurich auf AZ-Anfrage. Die Mittel waren nur für den Zeitraum von 1. September 2012 bis 31. Juli 2015 bewilligt. „Diese Mittel standen dem Altmarkkreis nur begrenzt zur Verfügung“, erläutert die Kreissprecherin. Ab dem kommenden Schuljahr, das am 27. August beginnt, gewährt das Land zwar wieder Zuwendungen für Maßnahmen, „zur langfristigen Sicherung von Schulerfolg“. Diese Mittel stehen auch für die bedarfsorientierte Schulsozialarbeit an den Grundschulen zur Verfügung. Die Träger beantragten wieder Maßnahmen für alle Grundschulen. Bewilligt wurde die Schulsozialarbeit ab 1. August 2015 bis zum Jahr 2018 aber nur für drei Grundschulen im Altmarkkreis, nämlich die Grundschulen Apenburg, Pretzier und die drei Salzwedeler Grundschulen. Die drei Klötzer Grundschulen (Klötze, Kusey, Kunrau) wurden vom Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde nicht mit Mitteln bedacht. Allerdings hatte die Behörde darauf hingewiesen, dass Schulen nachrücken können, sofern Mittel zur Verfügung stehen. „Dies ist aus der Sicht der Landkreises aber momentan nicht absehbar“, informiert Birgit Eurich weiter. Derzeit werde innerhalb des Kreises nach anderen Lösungen gesucht. „Ein Ergebnis gibt es noch nicht.“

Von Monika Schmidt

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