„Der Kompromiss ist Mist“

Ortschaftsräte ärgern sich über Ampelstandort Gardelegener Straße

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Weil die Fußgängerampel an der Gardelegener Straße zu weit von der Kreuzung Scholl-Straße / Breitenfelder Weg entfernt ist, erfüllt sie ihren Zweck nicht, stellten die Mitglieder des Klötzer Ortschaftsrates fest.

Klötze. „Der Kompromiss ist Mist“, brachte es Raimund Punke im Verlauf der Diskussion auf den Punkt. Hartwig Lemme hatte im Klötzer Ortschaftsrat auf den ungünstigen Standort der Fußgängerampel an der Gardelegener Straße aufmerksam gemacht.

Sie sei viel zu weit von der Kreuzung Breitenfelder Weg / Geschwister-Scholl-Straße entfernt. Und somit erfülle sie nicht ihren Zweck. Denn eigentlich war die Ampel dafür vorgesehen, den Bewohnern des Medina-Heims und den Friedhofsbesuchern das Überqueren der viel befahrenen Klötzer Ortsdurchgangsstraße zu erleichtern.

Den Umweg über die Ampel mache aber niemand, die Fußgänger überqueren lieber die beiden Kreuzungen weit abseits der Signalanlage. „Diese Ampel müsste wie jede andere auch direkt an der Kreuzung stehen“, betonte Hartwig Lemme deutlich.

Klaus Ewertowski erinnerte daran, dass der Standort der Signalanlage ein Kompromiss gewesen sei, um beide Kreuzungen, die am Stadion und die an der Feuerwehr, gleichermaßen für Fußgänger sicherer zu machen. „Ein Zebrastreifen wäre da besser gewesen“, befand Uwe Witte.

Vor genau einem Jahr, im August 2014, wurde die Signalanlage – im Übrigen die erste an einer Landesstraße in Klötze seit 100 Jahren – offiziell in Betrieb genommen. Über den Standort gibt es seitdem in der Stadt immer wieder Diskussionen. Die Fußgängerampel ist von 6 bis 20 Uhr in Betrieb. Viel benutzt worden ist sie im Verlauf des Jahres nicht.

Von Monika Schmidt

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