Uwe Harms möchte neue Toilette am Busbahnhof um 90 Grad drehen

Debatte um die WC-Eingangstür

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So ähnlich könnte die neue WC-Anlage am Klötzer Busbahnhof aussehen. Uwe Harms möchte jedoch den Eingang um 90 Grad in Richtung Buswartehallen verlegen. Das wird bis zum Stadtrat geprüft.

Klötze. „Die Gesamtfinanzierung ist gesichert, die Mittel stehen bereit“, sagte Bürgermeister Matthias Mann im Hauptausschuss. Dem oblag es bei seiner jüngsten Sitzung, über die Gestaltung der WC-Anlage am Busbahnhof zu befinden.

Planer Stefan Münder stellte die Details zu der neuen Toilette vor. Sie soll der bereits vorhandenen am Lidl-Parkplatz ähneln. Der Oberboden am Standort ist schon aufgebracht, ausgewählt wurde eine Toilette in einer kompakten Bauweise mit einer Ein-Raum-Anlage. Die WC-Anlage wird auf eine vorgefertigte Bodenplatte gesetzt und komplett in Modulen angeliefert. „Wenn sie angeliefert wird, kann sie noch am selben Tag komplett montiert werden“, erläuterte der Planer. Im Gegensatz zur bisherigen öffentlichen Toilette in Klötze wird die neue komplett barrierefrei. Es wird eine zeitgesteuerte automatische Türöffnung geben, „das sollte als Ausstattung auf jeden Fall sein“, erklärte der Planer. Ausgewählt wurde ein rechteckiges WC, da dies auf eine rechteckige Fläche gestellt wird. Es bekommt ein Dach, „ohne macht es gestalterisch nichts her“, findet der Planer. Die neue Toilette wird 2,80 mal 3,70 Meter groß, die Fassade wird aus Putz gestaltet, „das ist am günstigsten“. Andere Varianten würden den finanziellen Rahmen sprengen, ebenso wie eine automatische Sitzbrillenreinigung. Und eine automatische Fußbodenreinigung bezeichnete der Planer gar als „Schnick-Schnack“.

An der Ausrichtung des WC entzündete sich jedoch eine Debatte. Während die Verwaltung vorschlug, den Eingangsbereich zum Gehweg zu legen, weil er so auch an die taktilen Leitlinien des Gehwegs angebunden wird und damit der Barrierefreiheit entspricht, wollte Uwe Harms (CDU) den Eingang um 90 Grad zum Busbahnhof drehen. Seine Begründung: „Eine saubere Toilette ist das wichtigste“. Deshalb sei es wichtig, dass die Wartenden in den Bushäuschen sehen, wer die Toilette als Letzter benutzt hat. Falls es zu Beschwerden über die Sauberkeit komme, könne dann der Schuldige sofort benannt werden. Uwe Harms erinnerte daran, dass es die Diskussion um die Ausrichtung des Eingangs auch schon bei der ersten Toilette am Lidl-Parkplatz gegeben hatte. Diese sollte zunächst den Eingang auf die Rückseite der Straße bekommen, um den Benutzern ein wenig Schutz zu bieten. Letztendlich entschied sich die Stadt aber für die Ausrichtung zur Straße, um den Eingang besser im Blick zu haben. „Das hat sich bei der Sauberkeit bewährt“, begründete Uwe Harms.

Stefan Münder benannte Gründe gegen das Drehen, zum Beispiel, dass die vorhandenen Wasseranschlüsse beim Eingang zur Gehwegseite genau passen und der Technik-raum direkt über dem Anschluss ist. Bis zum Stadtrat am 6. April, wo endgültig über das Thema entschieden wird, soll die Ausrichtung noch einmal überprüft werden.

Von Monika Schmidt

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