Personalkonzept steht

Bürgermeister überlegt, Aufgaben der Stadtwirtschaft auszugliedern

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Die Betreuung des Klötzer Tierparks könnte auch statt von der Stadtwirtschaft von einer externen Firma übernommen werden.

Klötze. Vom Studieninstitut Sikosa, in dessen Vorstand Bürgermeister Matthias Mann vor Kurzem gewählt wurde, wurde für die Stadt Klötze ein Personalkonzept erstellt.

„Das Konzept ist fertig, derzeit wird der Personalrat beteiligt, damit die Umsetzung beginnen kann“, informierte Matthias Mann im AZ-Gespräch. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl, so ergab die Analyse des Instituts, „sind wir gut bestückt mit Personal“, erläuterte der Bürgermeister. Nun gehe es darum, in einigen Bereichen die Aufgaben der Mitarbeiter zu optimieren.

Grundsätzlich, so schätzte der Bürgermeister ein, fahre die Verwaltung mit ihrer Zwei-Ämter-Struktur gut. Für eine relativ kleine Kommune wie Klötze sei es ausreichend, nur zwei Ämter zu haben. In größeren Kommunen wird mindestens noch ein dritter Amtsbereich benötigt. Ein Problem in der Verwaltung: Der Altersdurchschnitt ist relativ hoch. Dazu gibt es häufig krankheitsbedingte Ausfälle, die ausgeglichen werden müssen. Ein weiteres Thema für die Zukunft ist die Qualifizierung des Personals. „Die Effizienz der Arbeit hat noch Reserven“, so das Fazit des Studieninstituts. „Es gibt noch einige Aufgaben, die umgesetzt werden müssen“, betont auch Matthias Mann. Das Konzept habe zum Beispiel gezeigt, dass die vorhandene Software noch zu wenig genutzt wird.

Dauerbrennerthema beim Thema Personal ist die Stadtwirtschaft. Zwar haben die Klagen der Ortsbürgermeister, dass in den Orten zu wenig gemacht wird, augenscheinlich etwas abgenommen.

Trotzdem gibt es noch Knackpunkte, zum Beispiel die Aufteilung in zwei Arbeitsstützpunkte. Der Verwaltungschef überlegt, die Stadtwirtschaft künftig nur noch mit dem einen Standort Klötze zu betreiben und von dort die einzelnen Ortsteile anzusteuern. Bislang gibt es in Kusey einen zweiten Stützpunkt. Für die Zukunft sei zudem zu überlegen, so Matthias Mann, ob nicht einzelne Aufgaben ausgegliedert werden können, zum Beispiel das Mähen der Grünflächen. „Das lässt sich leicht auf den Quadratmeter ausrechnen und als Auftrag fest an eine Firma vergeben“, erläuterte er im AZ-Gespräch. Wenn dann bei der beauftragten Firma die Technik kaputt gehe, sei es deren Aufgabe, den Auftrag trotzdem auszuführen und sich um die Reparatur der Maschinen zu kümmern. Besonders in diesem Jahr trudelten im Rathaus schon einige Rechnungen für Material ein, das ersetzt und repariert werden musste. Durch eine Auftragsvergabe könnten diese Kosten gespart werden – und die Arbeit würde trotzdem erledigt. Der Bürgermeister blickt beispielsweise nach Gardelegen, wo ein Großteil der Grünflächenpflege in der Kernstadt an Fremdfirmen vergeben ist. Denkbar wäre es auch, die Betreuung des Tierparks in fremde Hände zu geben. In Gardelegen ist die Lebenshilfe Altmark für die Betreuung der Tiere auf dem Wall zuständig. In Klötze gibt es drei Mitarbeiter bei der Stadtwirtschaft, die für diese Aufgabe abgestellt sind und damit für andere Aufgaben fehlen.

Von Monika Schmidt

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