Nicht-Entscheidung bringt Zeitplan kaum durcheinander

Biosphärenreservat: Stadt Klötze kann abwarten

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Der Naturpark Drömling soll zum Biosphärenreservat umgewandelt werden. Derzeit laufen noch die Entscheidungen in den Kommunen.

mm Klötze. Noch in diesem Jahr soll der Antrag für das Unesco-Biosphärenreservat Drömling auf den Weg gebracht werden. So hatte es das Land angekündigt und mit den beteiligten Kommunen abgestimmt.

Der Zeitplan, nach dem sich die Kommunen noch vor der Sommerpause mit dem Thema beschäftigen und den entsprechenden Grundsatzbeschluss fassen, ist allerdings etwas ins Stocken geraten. Der Stadtrat von Oebisfelde-Weferlingen hatte als letzte Kommune in Sachsen-Anhalt die Entscheidung im Juni auf der Tagesordnung und sprach sich dafür aus, den Beschluss zunächst zu verschieben. Auch dort sollen erst die Ortschaftsräte gehört werden. Naturparkleiter Fred Braumann wird als Handlungsreisender in Sachen Biosphärenreservat wohl noch ein paar weitere Abende für seine Vorträge opfern müssen. Nicht bei allen Beteiligten war die Entscheidung der Oebisfelder gut angekommen, das hatte Bürgermeisterin Silke Wolf im AZ-Gespräch eingeräumt. Der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann gehörte jedoch nicht zu den Anrufern, die im Oebisfelder Rathaus um Erklärungen gebeten hatten. „Ich bedauere das zwar“, räumte er im AZ-Gespräch ein. Es gebe aber keinen Grund, sich deswegen an die benachbarte Verwaltung zu wenden. Die Entscheidung sei damit nur aufgeschoben, aber nicht abgelehnt worden, erinnerte er. Zudem, so hatte Matthias Mann aus dem benachbarten Niedersachsen erfahren, sei man dort auch noch nicht soweit, wie es der Zeitplan vorgesehen hatte. Zumindestens halten die Oebisfelder den Prozess nicht weiter auf, zumal die Entscheidung bereits bei der nächsten Sitzung, der ersten nach der Sommerpause, gefasst werden soll.

Während in Sachsen-Anhalt das Land zwar das Votum der Kommunen einholt, das Land aber über die Flächen entscheidet, die in das künftige Biosphärenreservat eingebracht werden, ist das Verfahren in Niedersachsen ein anderes: Dort können die Kommunen entscheiden, welche Flächen in das Projekt eingebracht werden sollen. Die Ratsbeschlüsse dazu laufen noch.

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