Verwirrung im Kreis-Sportausschuss: Immekather Investition ohne Klötzer Geld

„Bin ein bisschen pikiert“

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Mit eigenen Mitteln hat die Stadt in diesem Jahr schon im Sportlerheim unter anderem Malerarbeiten ausgeführt und die Bänke repariert. Von einem Antrag des Sportvereins für die Sanierung ist im Klötzer Rathaus nichts bekannt. 

Immekath. Vier Maßnahmen will der Kreissportbund mit seinem Sitz in Klötze im nächsten Jahr für hiesige Sportvereine gefördert haben. Darin enthalten sind auch zwei Baumaßnahmen im Klötzer Stadtgebiet.

Doch bei einer Investition gab es im kreislichen Sportausschuss, der am Dienstagabend in Zethlingen tagte, Nachfragen sowie eine längere Diskussion. Und auch Unverständnis. Denn der SV Eintracht Immekath, so erläuterte Norbert Block, Schatzmeister beim Kreissportbund, wolle das eigene Vereinshaus sanieren. Der Kostenrahmen liegt bei 12 600 Euro, anteilig finanziert vom Verein selbst, vom Kreis, vom Land – aber nicht von der Stadt Klötze. Denn in der Rubrik „Kommune“ steht beim Antrag, gestellt an den Kreisausschuss, eine Null. Würde heißen: Die Stadt Klötze beteiligt sich nicht an der Finanzierung.

Ein Novum. Denn der Kreis-Sportausschuss empfiehlt grundsätzlich nur solche Baumaßnahmen, die von allen Beteiligten mitfinanziert werden. Dass diesmal kein Geld von Klötze kommen soll, „das erstaunt mich“, merkte der Ausschuss-Vorsitzende Carsten Borchert aus Jübar an. „Darüber bin ich ein bisschen pikiert.“ Es „wundert mich schon, dass die Stadt Klötze nicht einen Cent übrig hat“. Denn „wir reden hier ja nicht von Millionenbeträgen.“ Bei einer Beteiligung von 15 Prozent an der Gesamtsumme wären dies knapp 2000 Euro. „Hier werden Vereine im Regen stehen gelassen“, schimpfte Carsten Borchert.

Dass niemand eine Erklärung für die Null hatte – auch der Kreissportbund nicht – verwunderte Borchert ebenfalls.

Von Stefan Schmidt

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