Fördermittel vom Kommunalen Straßenbau für die Klötzer Ziegelstraße / Entwurf vorgestellt

„So billig wird es nicht wieder“

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Damit die Anlieger der Ziegelstraße eine bessere Vorstellung von der geplanten Baumaßnahme bekommen, brachte Carsten Behrend einen der Pläne, die Stephan Münder mitgebracht hatte, zu den Zuschauerreihen.

Klötze. Bislang liegt nur der Entwurf für die Planung vor. Wohl erst im kommenden Jahr – „Weil wir keine Herbst- und Winterbaustelle wollen, warten wir auf das Frühjahr“, so Bürgermeister Matthias Mann – soll die Ziegelstraße in Klötze saniert werden.

Geplant hat die Stadt diese Maßnahme schon länger. Da aber die Straße nur teilweise im Sanierungsgebiet liegt, war es bislang nicht möglich, eine Förderung aus der Stadtsanierung für das Vorhaben zu erhalten. Nun wurde die Ziegelstraße, die bei Umleitungen innerhalb der Stadt eine wichtige Verbindung zwischen der Landesstraße nach Lockstedt und der Kreisstraße nach Jemmeritz ist, beim Programm „Kommunaler Straßenbau“ des Kreises angemeldet und oben auf die Prioritätenliste gesetzt. Damit verbunden ist eine Förderung von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. „So billig kommt die Stadt da nicht wieder ran“, schätzte der Bürgermeister ein. Ohne Fördermittel hätten die Kosten den städtischen Haushalt überstiegen.

Planer Stephan Münder erklärte am Mittwoch den Hauptausschussmitgliedern sowie den interessierten Anliegern aus der Ziegelstraße, wie die neue Straße aussehen soll. Details zur Planung und zur Kostenaufteilung werden den Anliegern bei einer gesonderten Zusammenkunft noch mitgeteilt. „Heute und am 21. im Stadtrat geht es erst einmal darum, den Entwurf für die Planung zu beschließen“, erläuterte Matthias Mann.

Zwar seien exakt 68 Meter vor dem Getränkemarkt an der Ziegelstraße sowie der Gehweg etwa im Jahr 2003 schon einmal neu gemacht worden, so berichtete Münder eingangs, aber auch diese neue Straße weist bereits Schäden auf. Er zeigte Bilder von Rissbildung an der Mittelfuge und kleinere Löcher, so dass in diesem Abschnitt mindestens die Deckschicht der Straße noch einmal neu gemacht werden müsse. Auch der Gehweg stammt noch aus DDR-Zeiten, die Grundstückszufahrten ergeben kein einheitliches Bild. Das alles soll durch die Sanierungsmaßnahme, die gemeinsam mit dem Wasserverband erfolgen soll, verbessert werden. Viel gestalterischer Spielraum bleibt dem Planer nicht, denn der Abstand zwischen den Häusern beträgt häufig unter zehn Metern. Bei einer sechs Meter breiten Straße sowie zwei Meter breiten Nebenanlagen auf jeder Seite mit Gehweg, Gosse und Bord, bleibt kein Platz mehr für Grün, so dass sich die Hauptausschussmitglieder zumindest über die Gestaltung von Grünflächen keine Gedanken machen mussten. Die Straßenbeleuchtung entspricht nicht mehr den Vorgagaben, zu den vorhandenen drei Leuchten kommen sechs weitere, um die nötige Reichweite für die Mindestausleuchtung zu erlangen.

Die Anlieger wurden bereits angeschrieben, wie sie in Zukunft das Regenwasser von ihren Dachflächen entwässern sollen, da an einigen Stellen die Regenrinnen über den Gehweg in die Gosse geleitet werden. Das geht künftig nur über einen Vertrag.

Durch die bereits erneuerte Friedensstraße stehen weitere Vorgaben für den Ausbau fest. So soll es die bereits neu gesetzte Querungshilfe auf der gegenüberliegenden Gehwegseite ihren Gegenpart finden. Auf Hinweis von Henry Hartmann sollen die Deckel für Regen- und Abwasser möglichst nicht in der Fahrspur liegen, um Klappern zu verhindern.

Von Monika Schmidt

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