Rare Schattenplätze

Besucherzahl des Schlossfestes in Kunrau leidet unter der Hitze

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Dass bei Line Dance jedermann schnell mitmachen kann, zeigte die Gruppe Free Dance aus Klötze. Vor der Kulisse des Kunrauer Schlosses kamen die Tänzer um eine Zugabe – trotz der großen Hitze – nicht herum.

Kunrau. Schattenplätze waren am Sonntag beim Kunrauer Schlossfest heiß begehrt. Die große Hitze war wohl auch ein Grund, warum die Zuschauer nicht so zahlreich wie erhofft auf das Festgelände strebten.

Der Steimker Frauenchor unter der Leitung von Elisabeth Bratke gehörte zum musikalischen Programm des Nachmittags ebenso wie Jagdhornbläser und die Kunrauer Sänger.

Unterschiedliche Meinungen gab es zum Eintritt. Während den einen acht Euro zu teuer waren und sie wieder umkehrten, zahlten andere die Summe anstandslos. Wer sich an der Kasse vorbeischleichen wollte, hatte im Übrigen kaum eine Chance. Zuhörer, die von weitem der Musik lauschten, wurden nachdrücklich gebeten, ihren Eintritt zu bezahlen.

Auch die 50 Cents, die die Jugendfeuerwehr für ihren Parkplatzservice kassierte, fanden unterschiedlichen Anklang. Am Ende sagten sich die Fahrer aber „Es ist für einen guten Zweck“ und gaben meist sogar etwas mehr.

Horst Kricheldorf, Vorsitzender des Fremdenvekehrsvereins Jeetze-Ohre-Drömling, der das Schlossfest organisiert hatte, war jedenfalls mit dem Verlauf voll zufrieden. Er hatte sich in seiner Begrüßung bei allen Mitstreitern, aber auch bei der Stadt Klötze für ihre Unterstützung bedankt. Nach dem Auftritt des Kunrauer Kindergartens waren es die Klötzer Jagdhornbläser, die für Stimmung sorgten. „Die können richtig was“, staunte Horst Kricheldorf über den musikalischen Beitrag. Auch der Männerchor Kunrau und der Steimker Frauenchor trugen zum Programm des Nachmittags bei ebenso wie die Tanzgruppe Free Dance, die zeigte, dass beim Line Dance jeder mitmachen kann.

Etwas eher als geplant stand dann auf einmal Stargast Lena Valaitis auf der Bühne, die dieses Mal mitten im Schlosspark mit Blick auf das alte Gemäuer aufgebaut war. So waren Publikum und Bühne nicht durch Blumenbeete getrennt und die Besucher konnten die Lieder und Texte auch tatsächlich hören.

Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Trotz der Hitze wurde die Erbsensuppe der Feuerwehr fast alle. Auch die Bowle fand reißenden Absatz, während die wenigen Händler, die ihre Stände aufgebaut hatten, unter der starken Hitze leiden mussten. Bei 36 Grad im Schatten interessierte sich kaum jemand für Wollmützen.

Deshalb endete das Fest auch relativ schnell nach dem Auftritt von Lena Valaitis. Die meisten nahmen sich den Kuchen mit nach Hause, um auf der schattigen Terrasse Kaffee zu trinken.

Von Monika Schmidt

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