Schwiesauer Wassertretstelle vorerst gesichert / Klötzer Stadtoberhaupt zum Ehrenmitglied ernannt

Bestandsschutz für sechs Jahre

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Klötzes Bürgermeister Matthias Mann (r.) wurde wegen seines Engagements für die Wassertretstelle zum Ehrenmitglied ernannt.

Schwiesau. Mit „Wir wohnen in einer schönen Gegend... und sind so überrascht, wie schön es auch außerhalb der Heimat ist“, hatte sich erst am Freitag ein Ehepaar aus Wieck auf dem Darß im Gästebuch an der Schwiesauer Wassertretstelle verewigt.

Bestätigungen wie diese bekommen die rührigen Mitglieder des Freundeskreises Altmärkische Schweiz für ihr an der Schwiesauer Beke geschaffenes Kleinod immer wieder. Selbst aus der Schweiz und aus Kanada, so weiß Initiator Dr. Wilfried Schielke aus Klötze, hatte es schon Naturfreunde an die Wassertretstelle gezogen.

Nur in der Heimat gab es in den zurückliegenden Jahren reichlich Gegenwind. Nicht aus der Bevölkerung, sondern vielmehr behördlicherseits. Doch damit ist vorerst Schluss. „18 Auflagen haben wir vom Kreisumweltamt bekommen. Hätten wir in allem nachgegeben, würde hier heute nichts stehen“, so Schielke. Mal habe eine als Windschutz aufgestellte Glasscheibe gestört, ein anderes Mal war es der zu gut gepflegte Rasen. Doch nun hat die Schwiesauer Wassertretstelle Bestandsschutz – zumindest für die nächsten sechs Jahre, und natürlich mit Option auf Verlängerung.

Schielke ist überzeugt: Ohne die große Unterstützung, die die tüchtigen Erbauer im Rahmen des Genehmigungsverfahrens seitens des Klötzer Bürgermeisters Matthias Mann erhalten haben, sei das nicht möglich gewesen.

Aus diesem Grund wurde das Klötzer Stadtoberhaupt während einer kleinen Feierstunde am Sonnabend „in Dankbarkeit für seine tiefe Verbundenheit mit und sein starkes Engagement für den Arbeitskreis Altmärkische Schweiz“ zum Ehrenmitglied aufgenommen. Mann war für das an der Beke geschaffene Ausflugsziel vollen Lobes, wollte aber im gleichen Atemzug auch die Kritik am Umweltamt etwas relativieren. „Es gibt Vorschriften, und die machen auch nur ihren Job“, so der Bürgermeister.

Neben der nun vorliegenden Genehmigung nannte Schielke im AZ-Gespräch noch einen weiteren Grund zur Freude. So sei nun auch das Umweltamt überzeugt, dass der angrenzende Schwiesauer Stausee erhalten und in absehbarer Zeit saniert, sprich entschlammt, werden sollte. Um eine alte Stauanlage reparieren zu können, habe der Unterhaltungsverband Milde/Biese erst kürzlich den Wasserstand des Gewässers abgesenkt.

Von Matthias Mittank

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