Verwaltungsgericht stellt aufschiebende Wirkung der Klage wieder her

Kunrauer Schweinemast: Bauvorhaben vorerst gestoppt

Kunrau. Die Kunrauer BUND-Ortsgruppe hat vor Gericht beim Kampf gegen die geplante Schweinemastanlage einen Teilerfolg erstritten.

„Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat unserem Antrag stattgegeben und die aufschiebende Wirkung der Klage wiederhergestellt“, informiert BUND-Sprecher Günter Zogbaum.

Seit sechs Jahren versuchen die Einwohner, die von einer Investorengruppe aus Bad Bentheim geplante Mastanlage in Kunrau zu verhindern. Das Landesverwaltungsamt hatte die „sofortige Vollziehung der Baugenehmigung“ angeordnet, obwohl über die Klage des BUND gegen die Anlage noch nicht entschieden war. Die Kunrauer beantragten, diese Anordnung aufzuheben und so die aufschiebende Wirkung der Klage wiederherzustellen.

„Die Anordnung der sofortigen Vollziehung war aus mehreren Gründen rechtswidrig“, zitiert Zogbaum aus der Antwort des Gerichts. „Die aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts stellt einen sehr wichtigen Etappensieg für uns dar“, erklärt der BUND-Sprecher. Die Ortsgruppe dankt allen Unterstützern, die auch durch Spenden die Klage möglich gemacht haben.

Trotzdem ist das Ziel noch nicht erreicht: Gegen die gerichtliche Anordnung vom 27. Mai können Landesverwaltungsamt und die Investoren als Antragsteller innerhalb von zwei Wochen Rechtsmittel einlegen. Außerdem steht die eigentliche Entscheidung über die Klage des BUND gegen das Verfahren noch aus.

Von Monika Schmidt

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