Bentheimer Investoren halten an Projekt fest

Schweinemast Kunrau: Baustart im Frühjahr 2017

+
Im Dreieck zwischen Kunrau, Rappin und Neuferchau soll einmal die Schweinemastanlage entstehen – doch am künftigen Standort hat sich trotz erlassener Anordnung der sofortigen Vollziehung bislang nicht getan.

Kunrau. Kein Bauschild, keine Bagger, keine Vermessung: In Sachen Schweinemastanlage bei Kunrau tut sich 2016 zunächst nichts mehr. 

Auch ein halbes Jahr nachdem die Bauherrengemeinschaft Kunrauer und Bentheimer Schweinemast GmbH & Co KG vom Oberverwaltungsgericht in Magdeburg grünes Licht für den Bau einer Schweinemastanlage mit 8250 Plätzen zwischen Kunrau und Rappin bekommen hat, tut sich am künftigen Standort nichts.

Dass dies wohl – jahreszeitlich bedingt – auch für den Rest des Jahres so bleiben wird, bestätigt Ferkelerzeuger Holger Koelmann auf Nachfrage der AZ. „Es wird wohl zwangsläufig auf einen Baustart im Frühjahr 2017 hinauslaufen“, so der Bad Bentheimer, der mit drei weitere Landwirten hinter dem Projekt steht. Und das ohne Wenn und Aber. „Dafür steckt mittlerweile einfach zu viel Geld drin“, so Koelmann. Dass die BUND-Ortsgruppe Kunrau mit ihrem kürzlich verjüngten Vorstand den Klageweg weiter verfolgt, bereite ihm keine Sorgen.

Hoffnung mache auch die Entwicklung auf dem Weltmarkt. So haben die Erzeugerpreise für deutsches Schweinefleisch nach einem jahrelangen Verfall im Laufe dieses Jahres wieder um rund 40 Prozent angezogen. Hauptgrund ist eine enorm gestiegene Nachfrage aus China.

„Natürlich kann das schon bald wieder anders aussehen“, weiß der Landwirt um die Kurzfristigkeit mancher Trends. Doch auch die langjährige Entwicklung gebe den Investoren Recht. „Die Schweinefleischerzeugung wird auch auf absehbarer Zeit kostendeckend sein“, ist sich Koelmann sicher.

Von Matthias Mittank

Kommentare