Ausfall ist kompensierbar

Fricopan: Wenn ein Nachfolger kommt, zahlt der Gewerbesteuern an die Stadt

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Am Sonnabend vor einer Woche schloss auch der Fabrikverkauf von Fricopan. Wie es mit den leer stehenden Hallen und Gebäuden auf dem Werksgelände weitergeht, wird derzeit noch mit Investoren verhandelt.

Klötze / Immekath. Der 31. August wird als „trauriges Ereignis“ für die gesamte Stadt Klötze im Kalender von 2016 in Erinnerung bleiben. Das Immekather Fricopan-Werk schloss endgültig seine Tore. Die Mitarbeiter begingen den Tag mit einem letzten Zusammentreffen.

Burkhard Mantei (vorne) aus Lüdelsen war der allerletzte Kunde. Er wird von Marita Kruse abkassiert.

Bereits am Wochenende zuvor hatte der Werksverkauf geschlossen. Mit Burkhard Mantei aus Lüdelsen wurde um Punkt 12 Uhr der letzte Kunde abkassiert. Der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann blickte im Stadtrat auf den denkwürdigen Tag zurück. „Es ist wichtig, dass noch einmal Solidarität gezeigt wurde“, stellte er fest. Auch das Stadtoberhaupt hatte am Abschiedsgottesdienst in der Kirche teilgenommen, ebenso wie Eckhard Gnodtke als Vertreter des Landrates. „Wir sollten hoffnungsvoll darauf vertrauen, dass es an dem Standort weitergeht“, setzte Matthias Mann seine Hoffnungen auf die Verhandlungen mit einem Nachfolger. Es soll mehrere Interessenten geben, mit denen verhandelt wird. Über den Stand wurde Stillschweigen vereinbart.

Sicherlich werde der entstandene finanzielle Schaden durch den Ausfall von Gewerbesteuern den Stadtrat noch beschäftigen, vermutete Mann. Aber es sei davon auszugehen, dass durch eine neue Ansiedlung auch die Chance auf Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt besteht, wollte er den finanziellen Schaden für die Stadt nicht zu schwarz malen.

Von Monika Schmidt

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