Im Oktober sollen die ersten Flüchtlinge Wohnungen in Klötze beziehen

„Auf Dauer ist das nichts“

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Es gebe „unzählige“ leer stehende Wohnungen bei der Gesellschaft und der Genossenschaft in Klötze, weiß Bürgermeister Matthias Mann. Sie sollen genutzt werden, um dauerhaft Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen Foto: Schulz

Klötze. Das Thema Asyl nimmt in Klötze jetzt Fahrt auf.

Nachdem am Dienstag bei der Info-Veranstaltung des Kreises in Salzwedel bekannt wurde, dass es Verhandlungen gibt, um die ehemalige Kreisverwaltung in Klötze für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen, wurde Bürgermeister Matthias Mann gestern im AZ-Gespräch konkreter. „Anfang Oktober werden die ersten Flüchtlinge in Klötze Wohnungen beziehen“, kündigte er an. Die Nutzung der Zinnbergschule sei kein Thema, ob die Kreisverwaltung genutzt werden kann, „werde geprüft“. „Aber das wäre ja auch nur eine halbe Lösung für das erste „Auffangen“ der Flüchtlinge“, erläuterte Matthias Mann. „Auf Dauer ist das nichts. “ Für eine längerfristige Unterbringung der Asylbewerber müssen Wohnungen genutzt werden. Es gebe „unzählige“ leer stehende Wohnungen bei der Wohnungsbaugesellschaft und der -genossenschaft in Klötze, erläuterte der Bürgermeister. Wohnungen, die schon länger leer stehen, müssten natürlich erst noch renoviert werden. Standort für die Flüchtlinge soll auf jeden Fall Klötze werden, eine Unterbringung in den Ortsteilen ist derzeit nicht geplant, machte er deutlich.

Er freute sich, dass sich in den vergangenen Tagen bereits viele Interessierte im Rathaus gemeldet haben, die ihre Unterstützung anbieten und eine Willkommenskultur aufbauen wollen. „Die Bürger wollen sich engagieren, das ist toll“, bedankte sich Matthias Mann. Er plant, Ende September zu einer Runde einzuladen, bei der die Interessierten, die Vereine und Einrichtungen ihre Hilfsangebote absprechen können. „Federführend bei diesem Thema ist aber immer noch der Landkreis“, betont Mann, der um Verständnis bittet, dass es keine „Einwohnerversammlung“ zu diesem Thema geben werde, sondern nur eine interne Runde. „Es ziehen täglich Familien nach Klötze und darüber informieren wir ja auch nicht in einer Einwohnerversammlung“, begründet er.

Von Monika Schmidt

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