Wetterhoch bringt Temperaturen bis zu 38 Grad:

„Annelie“ lässt schwitzen: Klötzer richten sich auf Hitzewelle ein

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Auf steigende Besucherzahlen eingestellt: Schwimmmeister Roland Gille konnte im Juni gerade einmal um die 1000 Gäste begrüßen – das wird sich nun wohl ändern.

Klötze. Hoch „Annelie“ bringt der Altmark heute und am Wochenende Temperaturen von bis zu 38 Grad. Auch wenn sich die Sonnenanbeter freuen – das hochsommerliche Wetter birgt auch Gefahren.

Hat derzeit ordentlich zu tun: Das Klötzer Wasserwerk.

Das Gesundheitsamt des Altmarkkreises zählt Ältere sowie Säuglinge und Kleinkinder zu den besonders gefährdeten Personen. Ebenfalls sollten sich Betroffene mit Herzerkrankungen und Bluthochdruck gut schützen. Neben dem Tragen von dünner und heller Kleidung rät das Amt zu morgendlichem Lüften der Räume sowie zum Aufenthalt im Schatten und – wenn möglich – in klimatisierten Räumen. Vor allem für diejenigen, die sich im Freien bewegen, sei das oberste Gebot: genügend Trinken. Bei Erwachsenen heißt das drei Liter täglich. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr ihrer Schützlinge achten auch die Erzieherinnen der Klötze Kita Zinnbergzwerge. „Die Kleinsten bleiben bei der Hitze am Nachmittag drinnen“, nennt Leiterin Christine Paul eine weitere Vorsichtsmaßnahme. Erfrischung gibt es aber auch im Sandkasten. So ist die Matschanlage der Einrichtung dieser Tage von den Mädchen und Jungen äußerst begehrt.

Auf einen kleinen Ansturm macht sich auch Klötzes Waldbad-Schwimmmeister Roland Gille gefasst. „Am Wochenende sind wir voll besetzt“, kann Gille auf die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der Wasserwacht bauen. Seine Tipps beim Gang ins Waldbad: „Nicht zu lange in der Sonne liegen – sonst droht ein Sonnenstich. Und vor dem Sprung ins Wasser abduschen.“ Falls die zahlreichen Schattenplätze nicht ausreichen, können zusätzlich Pavillons aufgebaut werden, so Gille. Auch Waldbadkiosk-Betreiber Burkhard Schäfer ist gewappnet: „Die Lagerkapazitäten an Getränken und Eis sind ausgeschöpft.“

Gleich gegenüber haben sich auch die Bewohner des Klötzer Tierparkes „Arche Noah“ auf die Hitze eingestellt. „Am Morgen sind die Tiere noch aktiv, dann wollen sie nur noch in Ruhe gelassen werden“, sagt Tierpfleger-Vertretung Udo Bethge.

Dass der Hochsommer Einzug gehalten hat, kann auch der Wasserverband Klötze auch an den täglichen Verbrauchszahlen ablesen. „Fördert das Klötzer Wasserwerk an durchschnittlichen Tagen um die 700 Kubikmeter pro Tag, sind es derzeit etwa 1400, also das Doppelte“, so Geschäftsführerin Birgit Lange. Die Verbrauchsspitzen, in denen die Pumpen fast ständig laufen, liegen derzeit zwischen 17 und 22 Uhr. „Dann wird sich unter der Dusche erfrischt und der Garten gewässert“, so Birgit Lange.

Von Matthias Mittank

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