Klötzer Stadtmitarbeiter und Firmen müssen an über 100 Bäumen den Astbruch beseitigen

Sturmschäden: „Alle Ressourcen sind gebunden“

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Nachbarschaftsfhilfe, so wie sie Dirk Glaser nach dem Sturm auf einem Grundstück neben dem Kuseyer Sportplatz praktizierte, sollte auch in anderen Orten eingesetzt werden, um die privaten Sturmschäden zu beseitigen.

Klötze. Das Rasenmähen und die Grünflächenpflege ist bei den Mitarbeitern der Klötzer Stadtwirtschaft um ihren Leiter Axel Hübner derzeit erstmal in den Hintergrund gerückt.

„Wir haben allein in der Ortslage über 100 Bäume mit Astbruch“, informiert Bürgermeister Matthias Mann im AZ-Gespräch. Der Gewittersturm vor 14 Tagen hat in einer Schneise von Jahrstedt über Kusey und Immekath bis Klötze ganze Arbeit geleistet. An zahlreichen Bäumen waren die Beschädigungen erst gar nicht zu entdecken. Erst jetzt, wo die nicht mehr versorgten Blätter trocken werden, zeigt sich, welche Bäume noch einen Knacks wegbekommen haben.

Die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft und Fachfirmen sind bereits seit einer Woche im Gange, um die Schäden, vor allem im Rahmen der Gefahrenabwehr, an den kommunalen Bäumen zu beseitigen. An der Kunrauer Bahnhofstraße, in Immekath und an anderen Stellen in der Stadt müsse viel Holz heruntergenommen werden. „Das kostet natürlich auch alles wieder Geld“, erinnert Matthias Mann. Geld, das eigentlich für den regulären Baumschnitt im Herbst in den Etat der Stadt eingestellt worden war. Ob da dann noch finanziell nachgesteuert werden kann, ist bislang offen.

Der Klötzer Bürgermeister bittet um Verständnis: „Die Stadtwirtschaft und die Feuerwehren können nicht alles in der Feldmark beseitigen“, betont er. Gerade im Drömling sind derzeit viele Wege durch umgefallene Bäume versperrt. Naturparkverwaltung, Zweckverband und Unterhaltungsverband wollen sich nun Gedanken machen, wie sie die Schäden beseitigen können.

Besonders im Drömling sind zurzeit noch viele Wege durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Aufräumarbeiten werden noch eine Weile andauern.

Matthias Mann erinnert auch daran, dass die Feuerwehr beim Sturm zwar ausrückte, um Gefahrenstellen zu beseitigen, die Einsatzkräfte aber nicht dafür zuständig sind, jeden einzelnen Baum im privaten Garten zu bearbeiten. Dafür sind die Grundstückseigentümer zuständig. „Ich setze dabei ganz auf die Nachbarschaftshilfe, die in unseren Orten immer noch stark ausgeprägt ist“, wünscht sich Matthias Mann einen guten Zusammenhalt der Einwohner. Mit der Beseitigung der Sturmschäden im öffentlichen Raum sind die Mitarbeiter derzeit voll ausgelastet. „Alle Ressourcen sind zurzeit gebunden“, hofft der Bürgermeister auch auf Verständnis, dass auf Kritik, wenn irgendwo gerade nicht gemäht ist, derzeit nicht prompt reagiert werden kann.

Nicht länger als eine Stunde war am 24. Juni ein Gewittersturm durch einige Orte der Einheitsgemeinde Klötze gefegt und hatte dabei zahlreiche Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und Gartenmöbel umherfliegen lassen.

Von Monika Schmidt

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