Acht Rudel im Land

Zahl der Wölfe in Sachsen-Anhalt steigt seit 2012 rasant an

• Rudel: 1. Gartow 2. Colbitz-Letzlinger Heide / Dolle 3. Altengrabow 4. Göritz-Klepzig 5. Annaburger Heide 6. Glücksburger Heide 7. Hoher Fläming 8. Coswig • Paare:  9. Zichtauer Berge / Klötzer Forst 10. Klietzer Heide 11. Oranienbaumer Heide

mit Halle. Die Zahl der Wölfe im Land wächst. Laut aktueller Mitteilung des Landesamtes für Umweltschutz in Halle gibt es auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt derzeit acht bestätigte Rudel und damit zwei mehr als bislang angenommen.

So konnten mit Hilfe des Tierfotografen Heiko Anders zuletzt nicht nur Welpen, sondern auch die beiden Rudel „Hoher Fläming“ und „Coswig“ nachgewiesen werden. Nachwuchs haben zudem die Rudel „Altengrabow“, „Göritz-Klepzig“, „Annaburger Heider“ und „Glücksburger Heide“. Für die beiden Rudel „Gartow“ und „Colbitz-Letzlinger Heide / Dolle“ steht derweil der Nachweis noch aus.

Das Landesamt geht zudem von Wolfspaaren in den Bereichen „Zichtauer Berge / Klötzer Forst“, „Klietzer Heide“ und „Oranienbaumer Heide“ aus. Bei den beiden letzteren Paaren sei noch abzuwarten, ob es zu einer dauerhaften Paarbildung kommt, heißt es aus Halle. Im Fall der Klötzer Wölfe könnte es sich dagegen um das landesweit neunte Rudel handeln – es gibt jedoch noch keine Belege für die nicht nur vom Wolfsbeauftragten Eckhard Wegwarth vermuteten Welpen.

Den ersten Hinweis für die Wiederausbreitung des Wolfes in Sachsen-Anhalt gab es mit dem Riss eines Schafes am 10. September 2008 bei Nedlitz. Im Januar 2009 wiesen zwei parallel laufende Fährten auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow auf eine territoriale Ansiedlung hin. Im selben Gebiet und im selben Jahr wurden die ersten Welpen (5) nachgewiesen. Im Juni 2012 konnte ein Wolfspaar in der Annaburger Heide belegt werden, im Februar 2013 dann ein Rudel bei Göritz-Klepzig und ein Paar in der Colbitz-Letzlinger Heide. Das Gartower Rudel wurde im Frühjahr 2013 unmittelbar an der Landesgrenze nachgewiesen. Seit 2014 ist das Rudel in der Glücksburger Heide belegt.

Kommentare